Energie

CDU-Wirtschaftsrat warnt vor „übereiltem Ausstieg“ aus Kohle

Der Braunkohletagebau Jänschwalde.

Der Braunkohletagebau Jänschwalde.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Ein überstürzter Ausstieg aus der Kohle könnte die Strompreise erhöhen, warnt der CDU-Wirtschaftsrat. Man brauche die Kraftwerke noch.

Berlin.  Anlässlich der Sitzung der Kohlekommission des Bundes am Donnerstag warnt der Wirtschaftsrat der CDU eindringlich vor einem „überstürzten Ausstieg“ aus der Kohleverstromung.

„Die Kohle hat unser Land über den Sommer gerettet“, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, unserer Redaktion. „Ohne unsere Kohlekraftwerke, wären wir nicht so gut über die Hitzewelle und Windflaute gekommen. Wir brauchen diesen verlässlichen Energieträger noch lange.“

Wirtschaftsrat hebt wirtschaftliche Bedeutung der Kohle hervor

Steiger betonte, dass ein „überstürzter Ausstieg“ aus der Kohleverstromung im nationalen Alleingang die Strompreise weiter erhöhen und die Versorgungssicherheit der Industrie gefährden würde.

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit werde aufs Spiel gesetzt, ohne Kohlendioxid im europäischen Verbund einzusparen. „Denn oft genug muss heute schon unsere Versorgung durch polnische Kohle- oder französische Kernkraftwerke gesichert werden.“

Der Wirtschaftsrat hebt in einem internen Papier besonders die „enorme wirtschaftliche Bedeutung“ der Kohle hervor: „Übereilte ideologische Alleingänge beim Kohlausstieg gefährden etablierte Wertschöpfungsketten und setzen hunderttausende Industriearbeitsplätze aufs Spiel“, heißt es. (FMG)