Förderung

Regierung will Baukindergeld an strenge Auflagen knüpfen

Im Koalitionsvertrag steht, dass Familien für den Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses 1200 Euro Baukindergeld pro Kind und Jahr erhalten.

Im Koalitionsvertrag steht, dass Familien für den Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses 1200 Euro Baukindergeld pro Kind und Jahr erhalten.

Foto: Oliver Berg / dpa

Das Baukindergeld soll nur noch bei einer Wohnfläche bis zu 120 Quadratmeter gezahlt werden. Viele Familien könnten dann leer ausgehen.

Berlin.  Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will das geplante Baukindergeld nach Medienberichten an enge Auflagen knüpfen. Es solle nur bis zu einer Obergrenze von 120 Quadratmetern Wohnfläche gezahlt werden, berichten die „Welt am Sonntag“ und das „Handelsblatt“.

Die Zeitungen berufen sich auf den Bereinigungsentwurf zum Bundeshaushalt beziehungsweise auf eine Vorlage des Bundesfinanzministeriums für den Haushaltsausschuss. Laut „Handelsblatt“ gilt diese Grenze für Familien mit bis zu zwei Kindern. Pro weiteres Kind kämen zehn Quadratmeter hinzu.

FDP kritisiert Pläne

Laut Koalitionsvertrag sollen Familien für den Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses 1200 Euro pro Kind und Jahr erhalten, und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Einkommensgrenze liegt bei 75.000 Euro zu versteuerndem Einkommen plus 15.000 Euro pro Kind.

Kritik kam vom FDP-Haushaltsexperten Otto Fricke: „Wie soll man der vierköpfigen Familie mit 120,1 Quadratmeter Wohnfläche in einer alten Bergmannssiedlung im Ruhrgebiet erklären, dass sie leider komplett herausfällt und die Familie aus München im teuren Glockenbachviertel mit 119 Quadratmetern dagegen gefördert wird?“, sagte er dem „Handelsblatt“. Fast wortgleich äußerte er sich in der „Welt am Sonntag“. (dpa)