Haushalt

Barley will mehr Datenschutz bei „Smart Home“-Geräten

Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley will Datenmissbrauch durch intelligente Haushaltsgeräte verhindern.

Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley will Datenmissbrauch durch intelligente Haushaltsgeräte verhindern.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Hersteller von intelligenten Geräten sollen Kundendaten besser schützen. Dafür sollen smarte Funktionen extra aktiviert werden müssen.

Berlin.  Verbraucherschutzministerin Katarina Barley will die Käufer von intelligenten Haushaltsgeräten besser gegen Datenmissbrauch schützen: „Wir müssen die Hersteller verpflichten, intelligente Geräte nur mit einer Grundeinstellung auf den Markt zu bringen“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion.

Diese werkseitigen Voreinstellungen müssten in Zukunft so einfach wie möglich sein: „Ein Kühlschrank darf erst einmal nur kühlen“, so Barley. Wolle der Käufer weitere Funktionen, solle der Kühlschrank etwa mit dem Supermarkt oder mit einem Pizzaservice kommunizieren, dann solle der Käufer jeden weiteren Schritt einzeln aktivieren können. Die Hersteller ihrerseits müssten dem Kunden dabei klar machen, was dabei jeweils mit seinen Daten geschehe, wer sie nutzen und weiterreichen kann.

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„Ich kann die Menschen nicht davor schützen, ein Gerät zu kaufen und dann einzustellen, dass es alle persönlichen Daten nutzen darf“, sagte Barley. Doch wer das nicht wolle, solle nicht im Glauben, er schaffe sich ein schlichtes Haushaltsgerät an, ein Produkt bekommen, „das automatisch munter Daten mit Fremden austauscht“. (FMG)