Flüchtlinge

Merkel unterstützt Seehofer bei längeren Grenzkontrollen

Angela Merkel (CDU) und ihr Innenminister Horst Seehofer (CSU).

Angela Merkel (CDU) und ihr Innenminister Horst Seehofer (CSU).

Foto: Carsten Koall / Getty Images

Innenminister Seehofer will die Kontrollen an deutschen Grenzen verlängern und ausweiten. Kanzlerin Merkel stellt sich hinter ihn.

Berlin.  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich hinter die Forderung ihres neuen Innenministers Horst Seehofer (CSU) gestellt, die deutschen Grenzkontrollen zu verlängern. Eine Fortsetzung sei derzeit notwendig, weil der Schutz der europäischen Außengrenzen noch nicht garantiert sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Darüber gebe es zwischen der Regierungschefin und dem Minister eine Absprache im Grundsatz. Über Details sei aber noch nicht gesprochen worden. Seehofer hatte am Wochenende auch eine Ausweitung der Kontrollen gefordert.

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Seibert unterstrich, die Bundesregierung sei darin einig, dass die Freizügigkeit einer der großen Schätze der Europäischen Union sei. Deswegen solle sie bewahrt werden.

Dies könne aber nur funktionieren, wenn die EU-Außengrenzen umfassend geschützt würden. Die Bundesregierung habe das gemeinsame Ziel, diesen Grenzschutz zu verbessern.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte, dass es auch Seehofer um den Zusammenhang zwischen Außen- und Binnengrenzkontrollen gehe. Er habe keine unbefristete Verlängerung der Grenzkontrollen gefordert. Derzeit wird vor dem Hintergrund der Fluchtbewegung vor allem die deutsch-österreichische Grenze kontrolliert. (epd)