Ministerpräsident

Tobias Hans – Das ist der Nachfolger von „AKK“ an der Saar

Annegret Kramp-Karrenbauer: Darum kann "AKK" auch Attacke

Annegret Kramp-Karrenbauer: Wofür steht die neue CDU-Generalsekretärin? Reporterin Johanna Rüdiger hat die CDU-Basis gefragt, ob "AKK" auch angreifen kann. Und wie kontrovers ihre Positionen – etwa in Sachen Ehe für alle – wirklich sind.

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Tobias Hans tritt im Saarland die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer an. Der 40-Jährige wird Deutschlands jüngster Landeschef.

Saarbrücken.  Das Saarland bekommt einen neuen Ministerpräsidenten: Der CDU-Politiker Tobias Hans soll an diesem Donnerstag die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer antreten, die als neue CDU-Generalsekretärin nach Berlin wechselt. Die Wahl von Hans an die Spitze der regierenden großen Koalition an der Saar gilt als sicher.

Die CDU hat den 40-Jährigen einstimmig nominiert – die SPD trage die Entscheidung für Hans mit, hieß es aus Parteikreisen. Hans, bisher Fraktionschef im Landtag, wird nach seiner Wahl der jüngste Ministerpräsident Deutschlands sein.

„AKK“ will die CDU inhaltlich erneuern

Kramp-Karrenbauer hatte vergangene Woche angekündigt, in das Partei-Spitzenamt an die Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu wechseln. Am Montag wurde die 55-Jährige mit fast 99 Prozent der Stimmen auf einem Parteitag in Berlin gewählt. Sie habe sich die Entscheidung, in die Bundespolitik zu gehen, nicht leicht gemacht, hatte „AKK“ gesagt. Nun wolle sie aber eine breite inhaltliche Erneuerung der CDU steuern.

Jünger und weiblicher - Merkel setzt auf neues Ministerteam
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Kramp-Karrenbauer wurde 2011 erste Ministerpräsidentin des kleinsten Flächenlandes der Republik. Zunächst stand „

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“ an der Spitze einer „Jamaika“-Koalition mit Grünen und FDP, die aber Anfang 2012 platzte. Seit Neuwahlen leitet sie eine große Koalition mit dem Juniorpartner SPD, seit Mai 2017 in einer zweiten Auflage. Das schwarz-rote Bündnis hat 41 von 51 Sitzen im Landtag, auf die CDU entfallen 24 Mandate.

Hans will „engagierter Landeschef“ sein

Hans hat angekündigt, er wolle als junger Ministerpräsident für „neuen Schwung“ sorgen – auf der Grundlage des Koalitionsvertrags. Als Themen lägen ihm vor allem Verbesserungen im ländlichen Raum, die Stärkung des Mittelstands und der Abbau von kommunalen Doppelstrukturen am Herzen. Er sehe sicht nicht als „Landesvater“, sondern wolle eher als „engagierter Landeschef“ wahrgenommen werden.

Kramp-Karrenbauer werde am Donnerstag ihr Landtagsmandat noch innehaben, um Hans wählen zu können, sagte eine Sprecherin der Landesregierung. Danach lege sie es nieder. Den Parteivorsitz wird sie nach Angaben der CDU Saar vorerst behalten – und voraussichtlich beim nächsten ordentlichen Landesparteitag abtreten, hieß es aus der Partei. (dpa)