Regierungsbildung

Peter Altmaier ruft die Union zu Geschlossenheit auf

Der designierte Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnt die Union vor der Fortsetzung ihrer Personal- und Kursdebatte.

Der designierte Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnt die Union vor der Fortsetzung ihrer Personal- und Kursdebatte.

Foto: Jürgen Heinrich / imago/Jürgen Heinrich

Peter Altmaier warnt vor der Fortsetzung der Personaldebatte bei der Union. „Jetzt sollten wir in der Sache arbeiten“, fordert er.

Berlin.  Der geschäftsführende Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat die Union davor gewarnt, ihre Personal- und Kursdebatte fortzusetzen. „Wir haben als CDU nur dann eine Chance, die Regierungsverantwortung als stärkste Partei zu verteidigen, wenn wir geschlossen auftreten“, sagte er unserer Redaktion.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe klar gesagt, dass sie für diese Wahlperiode zur Verfügung stehe. „Jetzt sollten wir in der Sache arbeiten und die Zeit nicht mit Personalspekulationen verbringen.“

Altmaier hält Spahn für guten künftigen Gesundheitsminister

Parteiinterne Kritiker wie Jens Spahn, Paul Ziemiak oder Carsten Linnemann hätten den Koalitionsvertrag und die Kanzlerin auf dem Parteitag mit voller Überzeugung unterstützt. „Das zeigt, dass die CDU eine integrationsfähige Partei ist“, sagte Altmaier. „Wir können unsere Gegensätze überwinden und produktiv nutzen für die Zukunft.“

Minister-Check: Diese Menschen sollen uns demnächst regieren

Der designierte Wirtschaftsminister zeigte sich überzeugt, dass Spahn ein guter Gesundheitsminister werde. „Er gehört zu denen, die aufgrund ihres Alters die Politik der CDU noch viele Jahre mit prägen werden.“

Daumendrücken für den SPD-Mitgliederentscheid

Altmaier äußerte die Hoffnung, dass der SPD-Mitgliederentscheid zur großen Koalition ein positives Ende nehmen wird. „Mein Gefühl ist, dass die Befürworter einer großen Koalition in der SPD deutlich an Gewicht gewonnen haben“, sagte er. „Wie es am Ende ausgeht, kann niemand sagen. Wir drücken die Daumen, dass es funktioniert, denn wir brauchen eine handlungsfähige Regierung.“ Alle hofften, dass die neue Regierung vor Ostern stehe. (fmg)