Sonderermittlungen

Russland-Affäre: Neuer Vorwurf gegen Trump-Wahlkampfmanager

US-Sonderermittler erweitert Anklage gegen zwei Ex-Trump-Mitarbeiter

Paul Manafort und sein Geschäftspartner Rick Gates hätten sich des Steuer- und Bankbetrugs schuldig gemacht, erklärte Mueller.

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Weiterer Anklagepunkt in der Russland-Affäre: Trumps Ex-Wahlkampfmanager soll europäischen Politikern Millionen-Beträge gezahlt haben.

Washington.  Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, soll europäischen Politikern heimlich einen Millionenbetrag gezahlt haben, damit diese Lobbyarbeit für die damals pro-russische ukrainische Regierung machen. Dies geht aus einem weiteren Anklagepunkt von US-Sonderermittler Robert Mueller gegen Manafort in der Russland-Affäre hervor.

Danach soll Manfort in den Jahren 2012 und 2013 insgesamt zwei Millionen Euro an nicht genannte frühere europäische Politiker überwiesen haben. Manafort soll dazu eine Gruppe mit Namen „Hapsburg“ ins Leben gerufen haben, um früheren Spitzenpolitikern eine Legende für eine unabhängige politische Beratung zum Handeln der damaligen ukrainischen Regierung zu verschaffen. Die Gruppe sei von einem früheren europäischen Kanzler in Abstimmung mit Manafort geleitet worden sein.

Gates bekannte sich in einigen Punkten schuldig

Zuvor hatte Mueller seine Anklagen gegen Manafort und seinen Geschäftspartner Rick Gates bereits um den Tatbestand des Steuer- und Bankbetrugs erweitert, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Unter anderem habe Manafort mit Hilfe von Gates mehr als 30 Millionen Dollar gewaschen. Die beiden Männer hätten zudem von 2010 bis 2014 wissentlich falsche Steuererklärungen abgegeben.

Gates bekannte sich nach Angaben Muellers mittlerweile der Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten und der Lüge gegenüber Ermittlern schuldig. Er habe sich auch bereit erklärt, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Mueller untersucht, ob Mitglieder von Trumps damaligem Team in die Affäre um eine mutmaßliche Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland verwickelt sind. Sowohl der Präsident als auch die russische Regierung haben dies zurückgewiesen. (rtr)