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Umfrage: Mehrheit will Schulz nicht als Minister sehen

Koalitionsverhandlungen: Schulz sieht noch Diskussionsbedarf

SPD-Chef Martin Schulz sieht bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union insbesondere in sozialpolitischen Fragen noch Diskussionsbedarf. Das gelte für die Themen Miete, sachgrundlose Befristung...

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Martin Schulz hat die SPD als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl geführt. Nach enttäuschendem Ergebnis halten wenige an ihm fest.

Berlin.  Soll Martin Schulz (SPD) Minister in einer Neuauflage der großen Koalition werden? Der Großteil der Deutschen beantwortet diese Frage mit Nein. 54 Prozent der Befragten seien gegen ein Ministeramt für Schulz, 36 Prozent würden es befürworten, wie das Forsa-Institut am Montag mitteilte.

Selbst Anhänger der Sozialdemokraten seien der Umfrage für das RTL/n-tv-Trendbarometer zufolge mehrheitlich dagegen, dass Schulz in einer großen Koalition ein Ministerium übernimmt, mit 47 gegen 44 Prozent.

SPD mit historisch schlechtem Wahlergebnis

Innerhalb der SPD gilt Schulz aufgrund seines Schlingerkurses als schwer angeschlagen. Er hatte nach der Bundestagswahl, bei der die älteste Partei Deutschlands mit 20,5 Prozent das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik eingefahren hatte, eine große Koalition ausgeschlossen. Zudem hatte er betont, nicht in eine Regierung von Angela Merkel eintreten zu wollen.

61 Prozent der Befragten befürworteten dagegen, dass Sigmar Gabriel Außenminister bleibt. Dieser Auffassung seien auch 70 Prozent der Unions-Anhänger und 71 Prozent der SPD-Anhänger. Nur 10 Prozent wünschten, dass Martin Schulz Chef des Auswärtigen Amtes wird. (dpa)