Russland-Affäre

US-Justizminister in Russland-Affäre von Ermittlern befragt

Das ist US-Sonderermittler Robert Mueller

US-Sonderermittler Robert Mueller hat den Auftrag, in der Russland-Affäre zu ermitteln.

Das ist US-Sonderermittler Robert Mueller

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In den Ermittlungen zu Russland-Verbindungen des Trump-Teams ist US-Justizminister Jeff Sessions befragt worden – als erster Minister.

Washington.  In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump ist Justizminister Jeff Sessions vom Team des Sonderermittlers Robert Mueller befragt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Justizministeriums am Dienstag. Das Treffen fand demnach in der vergangenen Woche statt. Laut einem Bericht der „New York Times“ wurde Sessions mehrere Stunden lang befragt.

Hintergrund von Muellers Ermittlungen ist, dass US-Geheimdienste Russland beschuldigen, sich mit Hackerangriffen in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden.

Sessions verschwieg Treffen mit russischem Botschafter

Mueller untersucht, ob es dabei geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab. Mehrere Berater Trumps hatten während des Wahlkampfes und auch nach der Wahl Kontakt mit Vertretern Russlands – darunter auch Sessions. Er traf sich mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

In einer Anhörung vor dem Senat verneinte Sessions dies aber unter Eid - und sagte damit nicht die Wahrheit. Wegen Befangenheit hält er sich seither aus den Russland-Ermittlungen des FBI raus – was Trump missfällt. Als oberster Chefankläger hat Sessions die Aufsicht über das FBI.

Frage der Justizbehinderung steht im Raum

Sessions steht nicht nur wegen seiner Kontakte während des Wahlkampfes im Fokus der Affäre. Es geht auch um die Frage, ob Trump im Zuge des Ganzen möglicherweise die Justiz behindert hat, indem er den FBI-Chef James Comey feuerte. Trump hatte nach der Entlassung zunächst erklärt, er habe auf Empfehlung von Sessions und dessen Stellvertreter Rod Rosenstein gehandelt. (dpa)