Regierungsbildung

Lindner kann sich Neuanlauf für „Jamaika“ vorstellen

Lindner fliegen alte Sprüche um die Ohren

"Nichtstun ist Machtmissbrauch", "German Mut", "Bedenken second": FDP-Chef Christian Lindner wird mit seinen alten Sprüchen verspottet.

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FDP-Chef Lindner hat erklärt, dass er im Fall von Neuwahlen offen wäre für einen weiteren Versuch zur Bildung einer Jamaika-Koalition.

Berlin.  FDP-Chef Christian Lindner hält einen weiteren Anlauf zur Bildung einer Jamaika-Koalition im Falle einer Neuwahl für möglich. „Diese Wahlperiode macht es keinen Sinn, aber die Freien Demokraten würden sich Gesprächen nicht verweigern, wenn eine geänderte politische und personelle Konstellation mehr Erfolg verspricht als 2017“, schrieb Lindner am Donnerstag im Internetdienst Twitter.

Schon bisher hatte Lindner erneute Gespräche über die Bildung einer Regierung aus Union, Grünen und FDP explizit nur für die aktuelle Legislaturperiode ausgeschlossen. In dieser Deutlichkeit sind seine Äußerungen aber neu. Der „Wirtschaftswoche“ sagte er: „Bei CSU und Grünen gibt es eine neue Führungsmannschaft. In neuen Konstellationen wird neu gesprochen.“

FDP-Vize Kubicki hatte für Spekulationen gesorgt

Anfang Dezember hatte schon FDP-Vize Wolfgang Kubicki für Spekulationen über einen weiteren Anlauf für eine Jamaika-Koalition gesorgt. „Eines ist doch klar: Scheitert die GroKo, haben wir eine andere Lage“, sagte Kubicki den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Lindner schloss damals eine Jamaika-Koalition für die aktuelle Legislaturperiode aus. Die FDP hatte die Sondierungsgespräche mit CDU, CSU und Grünen Mitte November platzen lassen. (dpa)

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