Ex-Trump-Berater

Russland-Affäre: Michael Flynn bekennt sich schuldig

Ex-Sicherheitsberater kontaktierte Moskau auf Anweisung von oben

Der frühere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn hat den Kontakt zur russischen Regierung im Dezember 2016 nicht eigenmächtig, sondern auf Anweisung von oben aufgenommen. Flynn habe im Auft...

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Der ehemalige Berater Donald Trumps gibt zu, das FBI belogen zu haben. Trump habe ihn gebeten, Russlandkontakt herzustellen.

Washington.  Der ehemalige Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, ist von Sonderermittler Robert Mueller formell angeklagt worden. Wie aus einer Gerichts-Mitteilung hervorgeht, soll Flynn in Ermittlungen wegen der Russland-Affäre gegenüber dem FBI falsche Aussagen gemacht haben.

Flynn stellte sich nach Angaben aus dem FBI selbst der Bundespolizei. Flynn hat sich schuldig bekannt, das FBI im Zuge der Russland-Affäre belogen zu haben. Flynn sagte am Freitag vor einem Bundesgericht in Washington auch aus, dass ihn Donald Trump dazu angeleitet habe, einen Kontakt zu russischen Vertretern herzustellen. Darüber beichtet der Sender ABC. Flynn erschien bereits am Freitagvormittag (Ortszeit) vor Gericht in Washington D.C.

Flynn verschwieg offenbar Treffen mit Russlands Botschafter

Mueller geht dem Verdacht nach, dass Russland die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten beeinflusst und geheime Absprachen mit Mitarbeitern aus dessen Wahlkampfteam getroffen haben könnte. Trump und die Regierung in Moskau bestreiten dies.

Bei der fraglichen Konversation soll sich Flynn bei einem Treffen mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, über US-Sanktionen gegen Russland gesprochen hatte.

Das Treffen hatte im Dezember 2016, also nach der Wahl Trumps, aber noch vor dessen Amtsübernahme stattgefunden. Flynn hatte das Treffen zunächst völlig verschwiegen.

Am Freitagabend rückte der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in den Fokus. Er solle den ehemaligen nationalen US-Sicherheitsberater Michael Flynn zur Kontaktaufnahme mit Russland angestiftet haben, berichtete der Sender NBC News am Freitag unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies solle vor rund einem Jahr nach einer UN-Resolution zu Israel geschehen sein.

Flynn war nach nur 24 Tagen im Amt von US-Präsident Trump als Nationaler Sicherheitsberater entlassen worden, weil er unter anderem auch Vizepräsident Mike Pence belogen hatte. Zuvor galt er als einer der glühendsten Trump-Unterstützer innerhalb des Wahlkampf- und Übergangsteams des jetzigen Präsidenten. (bekö/dpa/rtr)

Das ist US-Sonderermittler Robert Mueller
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