Rechtspopulisten

Frauke Petry bekräftigt ihren Führungsanspruch in der AfD

Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry

Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

AfD-Chefin Petry glaubt nicht, dass ihre Partei auf sie als Führungsfigur verzichten kann. Rechtsextremismus will sie nicht dulden.

Berlin.  Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry geht davon aus, dass sie ihre Partei auch in Zukunft führen wird. „Wer soll es denn sonst machen?“, sagte Petry dem „Spiegel“. Die Partei brauche Repräsentationsfiguren wie sie, auch angesichts ihres Einsatzes könne es keinen Zweifel an ihrer Führungsposition in der AfD geben.

Unter den persönlichen Anfeindungen der vergangenen Monate habe sie „gelitten“, so Petry weiter. „Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch, und in manchen Situationen zeige ich eben Gefühle“, sagte sie mit Blick auf ihre Tränen auf mehreren Parteitagsbühnen. Wer sie kenne, wisse aber auch, dass sie nicht so leicht aufgebe.

Warnung vor Rechtsextremismus in den eigenen Reihen

Petry fürchtet, dass Teile der AfD in den Rechtsextremismus gekippt seien. „Das werden nach der Wahl klären müssen. Es gibt da eine Eigendynamik, die durch zu langes Zuwarten in Gang gesetzt worden ist.“ Die AfD brauche nun eine „starke Führung“, so die 42-Jährige. Es müsse ein Alarmsignal für die Partei seien, dass sich der Verfassungsschutz bereits zu mehreren Personen in der Partei geäußert hat.

Warum die AfD nichts gegen die größte Angst der Deutschen tun will
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In der absehbaren Anklage wegen Meineids gegen sich sieht Petry keinen Grund für einen Rücktritt: „An der Sache ist nichts dran“, so Petry. Sie sei froh, dass der Prozess ihr die Möglichkeit gebe, zu den „Vorwürfen endlich öffentlich Stellung zu nehmen“.

„Fremder unter Fremden in einem Niemandsland“

Petry fürchtet nach eigener Aussage nicht, dass ihr Baby sich eines Tages dafür schämen könnte, von seiner Mutter für ein AfD-Wahlplakat benutzt worden zu sein: „Ich glaube, er würde sich eher schämen, wenn ich nicht versucht hätte zu verhindern, dass er als Fremder unter Fremden in einem Niemandsland aufwachsen muss.“ (küp)