Konflikt

Angela Merkel ist im Atomstreit für Gespräche mit Nordkorea

Nordkorea: So gefährlich ist der Konflikt wirklich

Nordkorea: Das Regime droht mit Rakentenangriffen, U.S. Präsident Donald Trump hält dagegen. Auslandschef Michael Backfisch erklärt, wie gefährlich der Konflikt tatsächlich ist.

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Die Bundeskanzlerin hat sich zum Atomkonflikt mit Nordkorea geäußert. Sie spricht sich für Gespräche und eine friedliche Lösung aus.

Berlin.  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für Gespräche mit Nordkorea über eine Lösung des Atomstreits ausgesprochen. In einem Interview mit den Sendern Phoenix und Deutschlandfunk sprach die CDU-Chefin sich am Montag dafür aus, nach „Gesprächswegen“ zu suchen, wie es sie mit den Sechs-Parteien-Gesprächen vor einigen Jahren bereits gegeben habe. Der Konflikt müsse friedlich gelöst werden, bekräftigte sie. „Deutschland wird natürlich an der Seite der Vernunft stehen.“

Merkel gegen militärische Lösung des US-Nordkorea-Konfliktes
Merkel gegen militärische Lösung des US-Nordkorea-Konfliktes

Bei den 2009 von Nordkorea abgebrochenen Sechs-Parteien-Gesprächen ging es darum, Pjöngjang zum Verzicht auf sein Programm zur Entwicklung von Nuklearwaffen zu bewegen. Neben Nord- und Südkorea nahmen die USA, China, Russland und Japan teil. In den vergangenen Wochen hat sich der Streit über nordkoreanische Raketentests immer weiter zugespitzt.

China ordnet Umsetzung von UN-Sanktionen gegen Nordkorea an

Der exklusive Club der Atommächte
Der exklusive Club der Atommächte

Südkoreas Präsident Moon Jae In mahnte am Montag eine politische Lösung an und sagte: „Es darf keinen weiteren Krieg auf der koreanischen Halbinsel geben.“ Von Nordkorea erwarte er, dass es sein bedrohliches Verhalten einstelle. Die USA würden ruhig und verantwortungsbewusst reagieren.

Unterdessen ordnete China nach eigenen Angaben die Umsetzung der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea an. Es untersagte die Einfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch aus Nordkorea. Der Sicherheitsrat hatte Anfang August als Reaktion auf die jüngsten Raketentests Nordkoreas einstimmig schärfere Sanktionen gegen das weitgehend abgeschottete Land vereinbart. (dpa/rtr)