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Dschungelcamp: RTL kann mit Ersatz-Show nicht überzeugen

Lesedauer: 5 Minuten

Deutschland statt Dschungel: "Ich bin ein Star – die große Dschungelshow"

Deutschland statt Dschungel: "Ich bin ein Star – die große Dschungelshow"

2021 findet kein Dschungelcamp in Australien statt: Aber eine "Dschungelshow" wird dieses Jahr aufgrund der Pandemie in Deutschland stattfinden. Ab dem 15. Januar startet dann "Ich bin ein Star – die große Dschungelshow".

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In der Corona-Pandemie muss RTL mit "Ich bin ein Star" neue Wege gehen. Warum das - wie vieles zurzeit - nur mäßig funktionierte.

Berlin. 
  • Am Freitag startete RTL in eine neue Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"
  • Doch statt dem "Dschungelcamp" gibt es 2021 nur eine "Dschungelshow"
  • Diese wird aus Deutschland gesendet - wegen der Corona-Pandemie kann die Show nicht in Australien stattfinden

Fast könnte man meinen, die Welt habe sich gegen das Dschungelcamp verschworen. Nachdem Corona eine Produktion am anderen Ende der Welt schon undenkbar gemacht hatte, musste auch Plan B, eine verlassene Burgruine in Wales, in der bereits das britische Dschungelcamp gedreht worden war, aufgrund der steigenden Infektionszahlen gecancelt werden.

Doch RTL wäre nicht unser Haus-und-Hof-Trash-TV-Sender, hätte er kein Ersatzkonzept in petto. Und damit herzlich willkommen zu „Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow“, die zwei Wochen jeden Abend live ausgestrahlt wird. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

1. "Ich bin ein Star": Was ist anders in diesem Jahr?

So ziemlich alles! Kein australischer Dschungel, kein Camp, kein*e Dschungelkönig*in. Stattdessen kämpfen die Kandidaten um die Teilnahme am Dschungelcamp 2022 und sitzen ihre Tage in einem 18 Quadratmeter kleinem Tiny House im nordrhein-westfälischen Hürth ab. Auch das Lagerfeuer wurde abgeschafft, lediglich das Plumpsklo steht der Camp-Toilette in nichts nach.

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2. RTL-Dschungelshow: Wie funktioniert das neue Konzept?

Leider hat die neue Show eine entscheidende Schwachstelle. Nicht alle Kandidaten müssen auf engstem Raum miteinander klar kommen, sondern immer nur drei. Nach drei gemeinsamen Tagen entscheiden dann die Zuschauer, welche zwei Promis weiterkommen und die nächste Dreiergruppe zieht ins Tiny House ein. Am Ende stehen acht Kandidaten im Halbfinale.

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Hallo?! Wieso hat man sich für diese Variante entschieden? Immerhin liegt die Stärke des Dschungelcamps in der Gruppendynamik, dem überkochenden Streitpotenzial und der Entwicklung der einzelnen Charaktere. Was soll bei drei Kandidaten in drei Tagen Unterhaltsames passieren? Und was machen die anderen Promis bis zum Halbfinale? Sich im Hotel zurücklehnen? Ohne Kameras duschen? Das ist ein bisschen so, als würde man bei einer Dschungelprüfung alle Sterne holen und trotzdem nur Reis und Bohnen bekommen.

3. Wer sind die ersten drei Kandidaten, die das Plumpsklo teilen müssen?

Frank Fussbroich ist ein Reality-Urgestein, liebt die Kameras und lässt schon im Vorstellungsvideo tief blicken. Die bisherigen Camper fand er nur so semi. Kein Wunder, bisher war er ja noch nicht dabei. „Insta-Leute“, die viele Follower haben, findet er zwar „hirnlos“, trotzdem hätte er nach der Sendung selbst gerne 400.000 Follower. Aber was ist Hirn im Vergleich zu Followern und einem Sport-Set von Oceans Apart. Bis es so weit ist, hat er noch einiges zu tun. Aktuelle Gefolgschaft: 14.000.

Darüber kann Mike Heiter nur lachen. Auf Instagram folgen ihm 320.000 Menschen. Damit ist er wohl einer der hirnlosen Insta-Leute zu deren Sippe Frank gerne gehören würde. Man kennt ihn als blonden Sidekick von Elena Miras. Mittlerweile sind die beiden getrennt und Mike muss alleine durch die TV-Landschaft tänzeln. Im Sommerhaus bewies er seine stoische Gelassenheit, obwohl Elena ihn quasi dauerhaft anbrüllte. Die Dschungel-Show? Ein Klacks dagegen.

Mit ihr wird es ordentlich scheppern. Zoe Salome Saip stellt sich nur mit ihrem vollen Namen vor und wurde als Oberzicke vom Dienst bekannt. Zu GNTM-Zeiten stritt sich bis zur Unerträglichkeit mit ihrer „besten Freundin“. Zuletzt war sie bei „Kampf der Realitystars“ zu sehen, wo sie ihr Talent als Zorn-Schnellkochtopf unter Beweis stellte.

4. "Ich bin ein Star": Wie war die erste Folge?

Da geht noch mehr! Das Kennenlernen und der Einzug gingen relativ ereignislos über die Bühne. Größter Aufreger war das Plumpsklo. Vor allem Zoe hat darin ihren Endgegner gefunden. Sie verkündete gleich zu Beginn, dass sie hier nicht Pipi machen werde. Mit dieser weitreichenden Entscheidung könnten die nächsten Tage für sie sogar noch unangenehmer werden als für uns.

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Um noch ein bisschen Würze in das geschmacksarme Potpourri zu geben, wiederholte RTL die „Highlights“ aus Staffel 8. Außerdem schauten Julian F. M. Stoeckel und Melanie Müller im Studio vorbei, um sich für ihre Staffel zu beweihräuchern.

Bei der gemeinsamen Dschungelprüfung mussten alle in einem Tank, versetzt mit diversen Tieren, Schlüssel aus einem Labyrinth befreien. Zoe, die sich sehr siegessicher präsentierte, hatte schon beim Einsteigen in den Tank eine Panikattacke und konnte vor lauter Geschrei kaum noch Atmen.

Auch Frank fand ihre Performance schlecht und hielt damit nicht hinterm Berg. Richtige bad vibes gab es deswegen aber nicht. Seine Kommentare waren nichts im Vergleich zu Zoes Selbstzerstörungsmodus, die sich schluchzend bei ihrem Vater entschuldigte.

5. Der schönste Moment der Auftakt-Folge?

Dr. Bob, der im Studio mit einer überdimensionalen Plüschspinne spielte.

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