Fernsehkrimi

Tatort Stuttgart: Das ist Schauspieler Barnaby Metschurat

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Barnaby Metschurat in einer Szene aus "Der Welten Lohn". Als Oliver Manlik versucht er im Tatort, sein altes Leben zurückzubekommen.

Barnaby Metschurat in einer Szene aus "Der Welten Lohn". Als Oliver Manlik versucht er im Tatort, sein altes Leben zurückzubekommen.

Foto: Benoît LINDER / dpa

Im Tatort „Der Welten Lohn“ spielt er die Hauptrolle Oliver Manlik: Das müssen Sie über den Darsteller Barnaby Metschurat wissen.

Berlin. Drei Jahre lang saß Oliver Manlik in den USA im Gefängnis. Als Bauernopfer und Sündenbock eines deutschen Automobilzulieferers, der in den USA Ärger wegen Korruption hatte. Zurück in Deutschland will er von seinem Chef für die Strapazen entschädigt werden. Mehrere Millionen und eine Wiederanstellung fordert er, doch der Unternehmer lässt ihn abblitzen.

Oliver Manlik will in sein altes Leben zurück – und muss feststellen, dass es dieses nicht mehr gibt. Nicht nur der Weg zurück in den Beruf ist ihm verwehrt, auch sein Sohn und seine Frau haben sich von ihm distanziert. Letztere hat sogar einen neuen Partner an ihrer Seite. Manliks Hab und Gut steht in Kisten in einem Miet-Container.

Tatort aus Stuttgart dreht sich um Rolle von Metschurat

Der Weg zurück – er bleibt für den Mann versperrt. Und so lässt sich der einst erfolgreiche Mitarbeiter immer mehr von seiner Trauer und seinen Rachegefühlen leiten – bis er nicht mal davor zurückschreckt, eine Autobombe zu bauen.

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Der Stuttgarter Tatort „Der Welten Lohn“ ist ganz auf die Person des Oliver Manlik zugschnitten. Er ist Dreh-und Angelpunkt. Welcher Schauspieler aber steckt hinter dem Charakter?

Auch wenn der Name nicht jedem geläufig und nicht ganz leicht zu merken ist – Barnaby Metschurat ist in der Schauspielbranche schon lange zuhause. Der Mann mit den heute raspelkurzen Haaren wurde 1974 in Berlin-Neukölln geboren. Seine Schauspielausbildung machte er an der Berliner Schauspielschule „Die Etage“.

Barnaby Metschurat: Daher kommt der außergewöhnliche Name

Mit 21 Jahren spielte er den Kaspar Riedel in „Unser Lehrer Doktor Specht“. Seitdem ist er besonders häufig in Krimis zu sehen: von „Wilsberg“ über „Der Staatsanwalt“ und ein „Ein Fall für Zwei“ bis hin zu Auftritten in anderen Tatort-Episoden. Von 2007 bis 2010 wirkte er in „KDD-Kriminaldauerdienst“ mit, wofür er mehrere Auszeichnungen erhielt.

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Woher aber kommt der außergewöhnliche Name? Zufällig gewählt ist er nicht. Barnaby Metschurats Mutter war ein Fan der britischen Schauspielerin Charlotte Rampling. Deren Sohn hieß ebenfalls Barnaby. Heute ist der Schauspieler selber Vater – und zwar von drei Söhnen und einer Tochter. Liiert ist Metschurat mit Lavinia Wilson, ebenfalls Schauspielerin. Mit ihr hat er außerdem eine eigene Produktionsfirma. „Hey Bunny“ heißt einer ihrer gemeinsamen Filme.

Tatort-Schauspieler Metschurat: Teure Chips als täglicher Luxus

Im Interview mit dem NDR verriet er, dass er gerne einkauft – auch mal teurer, weil er nicht auf Preise achte. „Meist bin ich überfordert von dem, was da ist“, sagte er damals. Dann schaue er, was schön aussehe und greife im Zweifel auch mal zu den teureren Chips. „Vielleicht ist das der tägliche Luxus, den ich mir mal gönne.“

Gegönnt hat sich Barnaby Metschurat auch mehrere Tattoos. Eines zur Geburt seiner Tochter 1993. Damals sei er sehr ängstlich gewesen. Das Tattoo sei daher „ein Talisman gegen die Angst“ gewesen, so Metschurat im NDR.

In einem weiteren Interview mit dem RBB verriet er außerdem, dass er besonders für eine Comicfigur schwärmt – und zwar Homer Simpson. „Das ist ein wildes Tier, der ist ungefiltert da. Das kann ich auch machen, wenn ich schauspielere. Homer tut, was er will“. (jb)

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