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„Wer wird Millionär“: Ronald Tenholte räumt die Million ab

Der Quiz-Klassiker: Das ist "Wer wird Millionär?"

Diese RTL-Show läuft und läuft: Günther Jauch präsentiert seit 1999 "Wer wird Millionär?" Wir zeigen, was in all den Quizshow-Jahren passiert ist.

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In der neuen Folge von „Wer wird Millionär“ schafft einer der Kandidaten alle Fragen. Aber welcher dieser acht ist es?

Berlin/Köln. Der erste Gast ist mit 16.000 Euro noch „richtig gut aus der Nummer herausgekommen“ meint Günther Jauch zu Beginn der „Wer wird Millionär?“-Sendung. Da wusste er noch nicht, dass der nächste Kandidat weit besser und vor allem weit reicher aus der Quizshow herausgehen wird.

Die Einstiegsfrage beantwortet Ronald Tenholte in gut fünf Sekunden als einziger richtig. „Welche Farbe hat im RAL-Farbsystem die Nummer 3004?“ „Purpurrot“ ist die richtige Antwort.

Tenholte ist Gründer und Geschäftsführer der „Kaltpresse“, eines Smoothie-Ladens in Köln. Am liebsten möchte er Günther Jauch für Ingwer-Shots begeistern, der zeigt sich aber wenig angetan von der Wurzel und verzieht schon beim Gedanken daran das Gesicht.

Ohne Probleme meistert Tenholte die ersten Fragen, beeindruckt mit Wissen über die richtige Anwendung von Nasenspray und deutsche Fernseh-Shows. So richtig ins Überlegen kommt der 35-Jährige das erste Mal bei der 8.000-Euro-Frage – kann sich dann aber richtigerweise darauf festlegen, dass der Oscar zweimal für die Darstellung des „Jokers“ vergeben wurde.

„Wer wird Millionär?“: Ronald Tenholte bereitete sich wochenlang vor

Die „wochenlange Vorbereitung“ mit Quiz-App und Brettspielen hat den Kölner laut eigener Aussage vor allem eins gelehrt: „Mein Bauchgefühl liegt immer zu 90 Prozent richtig“, so der Kandidat. Mit dieser Strategie versucht er lange, alle Fragen zu beantworten. Ohne weitere Hilfe, der Gründer bewahrt sich seine Joker für die letzten vier Fragen auf.

Als Jauch für 64.000 Euro danach fragt, in welchem Land der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2019 geboren wurde, will Tenholte endlich den Publikumsjoker einsetzen. Denn: „Bei Literatur muss ich passen. Raten wäre jetzt auch sinnlos.“

„Wer wird Millionär?“: Folgen ab April ohne Publikum

Im März ist der Publikumsjoker auch noch möglich. Die „Wer wird Millionär?“-Folgen wurden vor Wochen aufgezeichnet, das Fernsehstudio ist noch rappelvoll. Ab April findet die Show dann ohne Publikum und mit neuen Regeln statt. So führt RTL neue Joker bei „Wer wird Millionär“ ein.

Doch Tenholte helfen die Zuschauer auch nicht wirklich weiter – nur 36 Prozent stimmen für die richtige Antwort „Jugoslawien“.

Nach einiger Bedenkzeit vertraut er mutig dem guten Drittel, kommt aber ganz schön ins Schwitzen, wie Günther Jauch feststellt. Auch bei der 125.000- und der 500.000-Euro-Frage lässt Tenholte sich ordentlich Zeit. Mit dem Preisgeld hat er aber auch Großes vor: Er möchte mit seiner Verlobten Nora noch dieses Jahr eine große Hochzeit feiern. Da kann man schon mal das Jeanshemd durchschwitzen und bedächtig abwägen.

Günther Jauch verunsichert Kandidat bei Millionenfrage

Ganz zum Schluss wird der Kandidat aber noch härter auf die Probe gestellt: Man sieht es ihm richtig an, diesen kurzen Gedanken, dass es jetzt aus ist und er sich verzockt haben könnte. Die letzte Frage hat es für einen Fachfremden aber auch in sich: „Die klassische, genormte Europalette EPAL 1 besteht aus 78 Nägeln, neun Klötzen und wie vielen Brettern?“

Tenholte quält sich mit seiner Antwort und zögert lange. Über zwanzig Minuten braucht er, um sich festzulegen. Der Letzte, der die Millionenfrage richtig beantwortete, war Jan Stroh im „20 Jahre Wer wird Millionär“-Special aus dem Jahr 2019.

Einer von Tenholtes Mitkandidaten, Dominik Lutzke, von Beruf Dachdecker, behauptet kurz vorher, die richtige Antwort zu kennen und schreibt sie Günther Jauch in die Handfläche. Der Moderator zeigt dem Kandidaten auf dem heißen Stuhl, was dort in seine Handfläche hineingekritzelt ist. Natürlich erst, nachdem Tenholte seine Antwort, elf, schon eingeloggt hat.

„Wer wird Millionär?“: Ronald Tenholte ist Jauchs 16. Gewinner

In Jauchs Hand steht eine Zwölf. Dem Kandidaten weicht alle Farbe aus dem Gesicht. Doch dann meldet sich Dachdecker Lutzke vom Rand zu Wort: „Die Antwort ist elf!“ Warum er denn dann die Zwölf aufgeschrieben habe, fragt Günther Jauch entsetzt. Jauch habe ihn eben verwirrt, meint Lutzke mit schelmischem Grinsen.

Tenholte blickt verwirrt um sich. Zu allem Überfluss kommt statt der Auflösung auch noch Werbung. Doch danach wird eine Europalette ins Studio getragen – sie ist tatsächlich aus elf Brettern gezimmert. Das Konfetti schießt aus der Studiodecke – „so eine Sauerei“ meint Jauch. Der Kölner Ronald Tenholte kann sein Glück kaum fassen – er ist nun der 16. Gewinner der Show.

Hätten Sie es gewusst? Das waren die letzten fünf Fragen bei „Wer wird Millionär?“:

Frage 11/32.000 Euro: Wo befinden sich einige der höchsten Alpen-Gipfel?

  • A: Monte-Rosa-Massiv (richtig)
  • B: Monte-Purpur-Höhenzug
  • C: Monte-Lila-Gebirge
  • D: Monte-Magenta-Kette

Frage 12/64.000 Euro: Wo wurde der Schriftsteller geboren, der für den Roman „Herkunft“ 2019 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde?

  • A: Rhodesien
  • B: Jugoslawien (richtig)
  • C: Ceylon
  • D: Tibet

Frage 13/125.000 Euro: Was war hierzulande bis in die 1950er noch gang und gäbe?

  • A: Beamtinnenkommunion
  • B: Krankenschwesterkollekte
  • C: Lehrerinnenzölibat (richtig)
  • D: Sekretärinnenbeichte

Frage 14/500.000 Euro: Das naturgegebene Schicksal welcher Pflanzen liegt vor, dass die Blüte bei den meisten Arten unweigerlich zu ihrem Tod führt?

  • A: Bambus (richtig)
  • B: Gingko
  • C: Rhododendron
  • D: Eukalyptus

Frage 15/1.000.000 Euro: Die klassische, genormte Europalette EPAL 1 besteht aus 78 Nägeln, neun Klötzen und wie vielen Brettern?

  • A: neun
  • B: zehn
  • C: elf (richtig)
  • D: zwölf

Wer wird Millionär – mehr zum Thema:

Diese Kandidatin strauchelte schon bei der 100-Euro-Frage. Im Prominenten-Special im vergangenen Jahr erspielte Sophia Thomalla 125.000 Euro. Ebenfalls 2019 prüfte Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“ das Wissen von Lehrern. Im Lehrer-Special zündete er sogar Geld an.