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„Die Bachelorette“: Der erste Kuss – und Sören fliegt raus

Drei Dinge, die man über die "Bachelorette" wissen muss

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Nadine geht mit Kandidat Alex in kaiserlichem Ambiente auf Tuchfühlung. Trotzdem sieht sich ein ganz anderer Mann als klarer Favorit.

Berlin.  Doch, bei genauerem Hinsehen lassen sich tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten erkennen, wenn die RTL-Show „Die Bachelorette“ in Sissi-Robe daher kommt. Wie bei der österreichischen-ungarischen Kaiserin, nun auch schon seit 120 Jahren nicht mehr unter uns, stellen wir ein extremes Ausmaß an Eitelkeit fest – sehr gepflegtes Äußeres, Haare akkurat gescheitelt, Augenbrauen bis zum letzten Haar genau gestutzt.

Auch an Selbstbewusstsein mangelt es in keiner Weise. Nur um die wahren Gefühle scheint es wie bei der legendären Monarchin gar nicht gut bestellt. Richtig, Bachelorette Nadine durfte in der dritten Folge in der ehemaligen Residenz der Kaiserin Prinzessin spielen (dazu gleich mehr). Das gelbe Ballkleid und die Flechtfrisur verhalfen allerdings nicht der 32-Jährigen zu dieser besonderen Form von Persönlichkeit. Sissi-gleich geht nämlich Kandidat Rafi durchs Leben.

Rafi hat etwas „ganz besonders“ vorbereitet

Wie kommt Rafis eitles Verhalten bei Nadine an? Noch darf sich die Berlinerin in ihrer groß angelegten Suche nach dem Gatten in spe zwischen 17 Männern entscheiden – was der gebürtige Syrer wohl zum Anlass nimmt, einmal mehr in fragwürdiger Manier aus der Herrenrunde herauszustechen.

Die Szene: Gruppendate eins von zwei, die Bachelorette und ihre Bewerber hocken nach anstrengendem Crosskart-Fahren um ein Lagerfeuer. Rafi zu Nadine: „Für dich habe ich noch was Schönes vorbereitet.“ So? „Schließ mal die Augen.“ Was kommt? Ein Kuss auf die Wange.

Na, ganz großes Kino. Nadine blickt in die Kamera, nicht zum verhaltensauffälligen Romeo, und sagt: „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.“ Rafi weiß es, selbstredend: „Wir haben so tiefe Blicke ausgetauscht. Ich bin sicher weiter.“

Rosamunde Pilcher auf Pillen

Wetten sollte auf diese Aussagen allerhöchstens Alex abschließen. Der Personal Trainer aus dem wohlklingenden Gammelby darf sich nach seinem Einzeldate nämlich ganz vorne in die Reihe der Nadine-knutschenden Männer einreihen.

Wie der 29-Jährige zu dieser Ehre kam? Beim Champagner-Schlürfen tief in die Augen schauen, beim ersten Windzug die Jacke um die Bachelorette-Schultern legen und bei lebensentscheidenden Fragen die richtigen Antworten parat haben („Ich bin offen für mehr“) – und schon verschenkt Nadine das erste Küsschen.

Übrigens nur ein „Bussi“, wie Kandidat Brian im Nachhinein erleichtert feststellen darf, also nix mit Zunge und so. Das Treffen, übrigens etwas für Rosamunde Pilcher auf Pillen, so kitschig mutet die Szene auf dem Anwesen an. Für Alex aber ein voller Erfolg. Nadine geht die Sache trotz „Schmetterlingspotenzial“ pragmatisch an: „Es ist schwer zu durchblicken, wer es ernst meint und wer nicht.“

Nicht einmal Hängebauchschwein Susi kann helfen

Tja, einer, der es angeblich aus vollem Herzen auf sie abgesehen hatte, musste am Mittwochabend ebenso wie Dennis leider Leine ziehen: Sören. Dabei war sich der DJ sicher, eines der heiß begehrten Einzeldates abzustauben. Stattdessen durfte er nur samt der halben Bagage am zweiten Gruppentreffen teilnehmen.

Doch weder auf dem Luftkissen-Sofa noch auf dem Jetski kommen er und Nadine sich näher. Da hilft auch die Geschichte vom verstorbenen Hängebauchschwein Susi in der Stunde der Wahrheit nicht weiter. Ansonsten kommt der Spontanbesuch der Bachelorette in der Großherren-Villa aber gut an.

Filip: Die kannst du ins Bett schmeißen und gut ist

Bei Dosenbier und Lieferpizza plaudert die Truppe über intime Kindheitserfahrungen wie Eddys Beinahe-BH-Kauf. Brian dürfte so viel Aufmerksamkeit bekommen: „Die kennt ja nicht mal ein Prozent von mir.“

Die Männer meinen allerdings, Nadine bereits auf Genauste beurteilen zu können. Besonders ihr Aufzug in Schlabberbuxe und Badelatschen gefällt. Filip: „Das ist eine Frau, die kannst du ins Bett schmeißen und gut ist.“

Der Sissi-Bonus

Bis es soweit kommt, darf die Bachelorette einmal mehr zu ihren Rosen greifen. Was Rafi natürlich für eine reine Verschwendung von Ressourcen hält, schließlich stimmt die Chemie ausschließlich zwischen ihm und ihr. Chris etwa? Geht gar nicht, „als würde sie was von ihm wollen“.

Bettschmeißer Filip fragt sich wiederum, warum Nadine ihre letzte Blume ausgerechnet an Rafi vergibt: „Der hat kein Charisma, keinen Charakter, und scheiße sieht er auch noch aus.“ Über einen Vorteil aber verfügt er, wie Kollege Brian weiß: „Rafi hat einen Wiedererkennungswert hoch 1000“. Womit wir wieder bei Kaiserin Sissi wären.