Fuball-WM 2018

Mückenplage: ARD-Moderatorin trägt Tropenhut im Stadion

So könnte Julia Scharf auch bei der nächsten Dschungelprüfung antreten.

So könnte Julia Scharf auch bei der nächsten Dschungelprüfung antreten.

Foto: Screenshot ARD / ARD

Viele WM-Zuschauer wunderten sich über die Kopfbedeckung von ARD-Moderatorin Julia Scharf. Dafür gab es einen tierischen Grund.

Wolgograd.  Das WM-Auftaktspiel von England gegen Tunesien in Wolgograd wurde am Montagabend von hartnäckigen Mückenschwärmen gestört. Die kleinen Biester belagerten Fans wie Spieler. Immer wieder mussten sie die Tierchen aus dem Gesicht vertreiben.

Auch nicht vor WM -Moderatorin Julia Scharf machten die Mücken Halt. ARD-Frau löste das Problem allerdings und griff zum Tropenhelm mit Insektenschutz. „So witzig wie es aussieht, ist es leider nicht“, erklärte sie im TV. Es gebe eine massive Mückenplage. „Die Einheimischen laufen in der Stadt tatsächlich mit solchen Hüten rum.“

Auf Twitter wurde Julia Scharf mit ihrer modisch fragwürdigen Kopfbedeckung gefeiert.

Fußballer dieseln sich mit Mückenspray ein

Vielleicht wäre die Kopfbedeckung auch etwas für die Fußballspieler gewesen. Die versuchten hilflos mit wedelnden Händen und Insektenspray gegen die Mückenplage anzukämpfen. Spieler wie Raheem Sterling von Manchester City oder Danny Welbeck vom FC Arsenal machten beim Aufwärmen von den Zerstäubern ordentlich Gebrauch.

Laut der britischen Sportmoderatorin Natalie Pirks hatten einige der „Three Lions“-Fußballer während des Spiels die Mücken in den Augen und im Mund.

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Mückenplage in Wolgograd keine Besonderheit

Die Mückenplage in Wolgograd ist keine Besonderheit: Es ist Mücken-Saison und die Tierchen sind in den Sommermonaten in der Region nicht unüblich. Hinzu kommt, das Stadion liegt direkt an der Wolga und ist besonders betroffen. Große Schwärme seien kurz vor dem Spiel zwischen England und Tunesien in die Stadt eingefallen, berichtete die russische Zeitung „Sport-Express“ am Montag.

Bereits im Vorfeld der WM hätten die Behörden die Gegend rund um die Millionenstadt mit Insektenspray bearbeitet. Laut BBC soll es sich bei den Tierchen größtenteils um nichtbeißende Mücken, sogenannte Zuckmücken (Chironomidae), handeln. (jha/dpa)