Castingshow

So fies serviert Klum ihre Kandidatin im GNTM-Halbfinale ab

Model-Mama Klum landet mit PR in eigener Sache ein Eigentor. Besser lief’s für Toni, Pia, Christina und Julianna. Sie stehen im Finale.

Berlin.  Die Tränen kullern übers Gesicht. Hat denn niemand ein Taschentuch? „Ich habe meinen Traum gelebt“, schluchzt Jennifer. Doch der ist geplatzt: Model-Mama Heidi Klum hat die 23-Jährige im Halbfinale aus der Sendung geworfen – auf, nun ja, sehr uncharmante Art und Weise.

„Du bist die einzige ohne Job. Niemals warst du erste Wahl“, tadelte Klum. „Braucht Deutschland ein Topmodel, das keine Jobs bekommt?“ Das hat gesessen. Heidi Klum serviert ihre Kandidatin knallhart ab. Fast könnte man meinen, dass das Lebensglück an der Finalteilname einer Castingshow hängt. Tut es aber nicht. Die Sendung soll ja nur unterhalten – zum Glück.

Und Heidi Klum kann auch sanfter: Jennifer sei ja eine Kämpferin. Eigentlich habe sie auch zu ihren Favoritinnen gezählt. Gut, dass das noch mal gesagt wurde. Aber Toni (18), Pia (22), Chrstina (22) und Julianna (21) waren eben besser. sie stehen im Finale von „Germany‘s next Topmodel“ (GNTM).

Das muss man über "Germany's Next Topmodel" wissen
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Und weil alle fünf Mädchen die vergangenen Wochen so tapfer durchgestanden haben, hat ihnen Klum vor der großen Entscheidung noch eine Überraschung mit in die Model-Villa gebracht. Die tolle Geschenk-Idee: Eine Box vollgepackt mit der neuen Kollektion – natürlich der eigenen. Also PR in eigener Sache. Juchu! Nein, den besten Auftritt hat die Model-Mama in diesem Halbfinale definitiv nicht hingelegt.

Christina stolpert ins Finale

Beim letzten Walk haben die fünf verbliebenen Kandidatinnen nochmal alles gegeben. Und ausgerechnet Christina, die immer vor Selbstbewusstsein strotzt, stolperte über ihr Kleid. „Das hat mich echt aufgeregt, ich wollte es perfekt machen“, schimpfte sie. Doch einen Knacks hat sie nicht davon getragen.

Selbstzweifel? Nö! „Ich finde, ich habe es super überspielt“, sagte sie und klang schon wieder überzeugt von sich wie eh und je. Und: „Auf einer Skala von eins bis zehn bin ich eine 1000“. Zumindest wenn’s nach ihr geht, steht die Siegerin von GNTM schon fest – natürlich sie selber.

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Toni will ihre Kraft an die Mädchen weiter geben

Doch dafür müsste sie noch an Toni, der Favoritin, vorbei ziehen – am besten ohne Stolpereinlage. Die 18-jährige Schülerin setzt nicht auf eine große Klappe – sondern auf Austrahlung. „Du siehst aus wie eine Königin, gelassen und elegant“, flötete die Klum beim Fotoshooting in der Wüste. Und weil es ja jetzt um so viel geht, hat Toni vor dem Shooting nochmal die Mädchen zum Beten um sich versammelt. „Das, was mir Kraft gibt, gebe ich auch den Mädchen weiter“, sagte sie.

Das hat nicht ganz geklappt – zumindest nicht bei Christina. Beim letzten Walk hatte sie mit ihrem Kleid zu kämpfen. Christina passte nicht in ihr Outfit. „Zieh deinen Po ein“, rief ihr Julianna zu. „Das mache ich doch schon“, fauchte Christina zurück. Hat nur nichts gebracht.

Wer schafft’s aufs Cover von „Harper’s Bazaar“?

Besser lief es für Julianna. Doch die Zweiflerin haderte auch diesmal wieder mit sich. „Ich bin voll angespannt, weil ich weiß, was die anderen können“, sagte sie. Auch Klum war skeptisch. Denn: Julianna modelt und singt gleichzeitig. Ja, was denn nun? „Ich stehe einfach gerne auf der Bühne“, erklärte sie. So ganz überzeugt schien Model-Mama Heidi nicht. Trotzdem bekam sie das letzte Foto. Und damit die Chance, erstmalig auf dem Cover der Modezeitschrift „Harper’s Bazaar“ zu erscheinen – als Gewinnerin.

Darum geht es im Finale nächste Woche. Dann, wenn auch Jennifers Tränen wieder getrocknet sind.