Casting-Show

Große Gefühle bei „GNTM“: Toni rockte die „Familien-Ausgabe“

Das muss man über "Germany's Next Topmodel" wissen

Drei Fakten über GNTM

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Familienzusammenkunft bei „Germany’s next Topmodel“. Heißt: Küsschen, Knuddeln, dicke Tränen. Eine Kandidatin erwischt es doppelt fies.

Berlin.  Ja, das könnte was werden. Der Schwabbelbauch? Noch überschaubar. Der Mode-Geschmack? „Nicht vorhanden“, sagt seine Freundin Sally. Aber auch Armani hat schließlich einmal angefangen. Und eine von der Schulter der Liebsten herabstürzende Ratte retten? Also das muss nun wirklich niemand können. Der Karriere von Juicy Gay aka Artur aus Remscheid, Nordrhein-Westfalen, steht nichts im Weg!

Kann losgehen, Kollege, wir glauben an dich. Wenn du deine selbst gebastelte Capri-Sonnen-Tasche schulterst und von Los Angeles bis Kuala Lumpur die Massen bezirzt, versetzt du nicht nur deine 11.000 Instagram-Freunde in Ekstase. Sicher, „Germany’s next Topmodel“ bringt nicht unbedingt viele, also genau genommen gar keine Weltstars hervor. Aber dieses Mal, doch, da könnte es klappen.

Jemand müsste Trixi vor dem Austrocknen bewahren

Oder welche andere Persönlichkeit rockte die „Familien-Ausgabe“ der Show am Donnerstagabend so wie der 19-Jährige? Sicher, Pias Muddi Eva schreitet als ehemaliges Model wie „eine Fee“ über den Laufsteg, und auch die Erziehungsberechtigte von Klaudia erwärmt mit ihrer schrullig-charmanten Art die Zuschauer. Gleiches gilt für Juliannas Freund Björn, der „schwer verliebt“ kaum ein Auge von seiner Freundin wenden kann.

Aber niemand amüsiert wie Artur. Was in dieser Folge zugegeben keiner Heldentat gleichkommt. Denn wenn „Germany’s next Topmodel“, diese donnerstägliche Wunderwelt von Abendunterhaltung, etwas auszeichnet, dann: Wasser. Viel Wasser. Jemand müsste Trixi bei Licht besehen vor dem Austrocknen bewahren, und zwar schnell.

Wackelkandidatin Trixi muss schließlich gehen

Wieso, weshalb, warum? Während ihre Freundinnen wie erwähnt endlich Besuch von ihren Liebsten bekommen, taucht für die 18-Jährige keine Menschenseele auf. Wer schon immer mal das personifizierte Häufchen Elend erleben wollte, da haben wir es. „Wie viele Tränen passen in einen Kanal?“, wer sang das noch gleich? Ach ja, Herbert Grönemeyer. Seit Donnerstag, 26. April, dürfte die Zeile als weltweite Hymne für Trixi verstanden werden. Denn es passen offensichtlich viele Millionen, wenn nicht Milliarden von klitzekleinen Wasserelementen in ihre Augenwege.

Ein Glück für alle Beteiligten, dass irgendwann ihre Schwester auftaucht und das Weinen bis zum Rauswurf ein zwischenzeitliches Ende findet. Ach, wenn das Gleiche doch nur für die Selbstliebe einer Christina gelten würde („Meine Persönlichkeit gibt es nur einmal“).

Mit Trixi steht die Wahl zur neuen Vorsitzenden der Schlosshund-Vereinigung fest, konzentrieren wir uns also auf die entscheidenden Aufgaben der Show: „Germany’s next Topmodel“ zu finden!

Das geht bei dem ganzen Geheule und Geküsse und Geliebhabe ja regelrecht unter – wenn Toni nicht wäre. Denn hier marschiert ein Mädchen mit Siebenmeilen-Stiefelchen in Richtung Finale (und das ganz ohne Krautrouladen-Bestechung à la Klaudias Mama).

Scheitert es am Schwabbelbauch?

Erst schön Stars gucken auf einer New Yorker Benefizgala, dann beim Video-Dreh im Stil einer 60er-Jahre-Haushaltswerbung die Spitzenposition abräumen und schließlich gemeinsam mit der Schwester (und minus Nager) den Laufsteg erobern – da behaupte noch mal einer, „krasse Mädchenträume“ würden nicht in Erfüllung gehen. Tonis Frage zum Alltag von Modelmama Heidi Klum –„Wie kann sie leben? Jeder kennt sie“ – könnte sie sich vielleicht alsbald selber stellen.

Und sich in dieser Angelegenheit gleich mit Juicy Gay verbünden („Ich mache Rap, groß geschrieben“). Zwar hakt es noch am Laufsteg-Auftritt des künftigen VIPs – Thomas Hayo erinnert die Darbietung von Sally und Artur an „Kraut und Rüben“ –, doch am Ende soll es, wenn überhaupt, bitte eher am Schwabbelbauch scheitern.