Casting-Show

Nacktes Männer-Model macht GNTM-Kandidatinnen nervös

Toni setzt sich neben einem nackten Model in Szene.

Toni setzt sich neben einem nackten Model in Szene.

Foto: © ProSieben/Yu Tsai

Große Aufregung: Bei „Germany’s Next Topmodel“ trat Männermodel Matt ohne Klamotten an. Heidi Klums „Mädchen“ mussten ins Gefängnis.

Berlin.  Die folgende Zeile könnten Einzelne aus dem Zusammenhang reißen, wir wollen sie aus guten Gründen dennoch verwenden: Was so ein Penis doch alles bewirken kann – und wir sprechen hier von den Möglichkeiten im Rahmen einer TV-Show, genauer gesagt der 13. Staffel von „Germany’s next Topmodel“.

Denn, siehe an: Kandidatin Pia lässt sich von den bis dato unscheinbarsten Gebrauchsgegenständen des Lebens irritieren (einem Handtuch), während Klaudia mit K ein ganz neues Gefühl für Ästhetik verspürt. Zoe entdeckt unterdessen – auch nicht zu verachten – die Moral für sich. Und das alles wegen „Lulu“. Denn nach mehr als einem Jahrzehnt der Casting-Show darf sich das erste männliche Model entkleiden. Und zwar komplett. Michael Michalsky: „So nackig war es noch nie.“

Und wie reagieren die Models? Bescheiden! Zwar schwirren nicht die gewohnten „Ich habe aber einen Freund“-Klagen durch die (Studio-)Luft von Los Angeles. Doch so richtig Stimmung will auch nicht aufkommen. Klaudia mit K bricht beim Anblick von „Lulu“ – ihr Kosename für das Geschlechtsteil von Model Matt – in Gackern aus, das jedes bessere Huhn peinlich berührt hätte. „Hihihi, ich mag keine fremden Lulus anfassen, hihihi“.

„Nicht anrüchig, nur High Fashion“

Am Ende scheint der Entblößte dann aber doch ganz „interesting“, jedenfalls wagt die 21-Jährige den einen oder anderen scheuen Blick. Dabei dürften die Kandidatinnen, wenn es nach Heidi Klum geht, gerne noch etwas handfester an ihre Aufgabe herangehen: „Kein Problem, das ist nicht anrüchig, nur High Fashion.“ Ein Pech, dass Klaudias Hände etwas zu klein geraten sind, um Lulu zu verdecken.

Ein Problem, das andere Nachwuchsmodels wohl gerne hätten. Denn Starfotograf Yu Tsai scheint von einem Großteil der Kandidatinnen alles anderes als angetan, insbesondere Shari begeistert ihn so gar nicht. Brust raus, Bauch rein, Pose hier, Pose da, nichts will funktionieren. Klum: „Würdest du sie jemals für ein Shooting buchen?“ Tsai: „Never!“ Hat die 23-Jährige gerade ihr Ticket als Wackelkandidatin gelöst? Konkurrentin Gerda darf gleich die Koffer packen: Sie verliert im Shoot-Out gegen Jennifer. Ihre Körperhaltung sei zu „steif“, geradezu „furchtbar“ gewesen, urteilt der Profifotograf.

Entscheidungswalk im stillgelegten Gefängnis

Wenigstens waren die Herrschaften eines großen deutschen Schuhhändlers freundlicher gestimmt. Gleich fünf Models – Juliana, Pia, Toni, Bruna und Sally – dürfen sich fortan in ihrer Kampagne wiederfinden. Beim Casting in einem Fotoautomaten verliebt sich Victoria übrigens in Jacob („Fesch ist der“), das zweite Männer-Model der Folge. Ach so, und Klaudia mit K findet am Fitnesstrainer Gefallen.

Aber zurück auf den harten Boden der Tatsachen – auf geht’s ins Gefängnis. Im stillgelegten „Mira Loma Detention Center“ müssen die Models ihren Entscheidungswalk vor Publikum absolvieren: Gefühlt 40 brüllende Häftlinge (beziehungsweise Schauspieler) sollen die jungen Frauen bei ihren Lauf über den kalifornischen Wüstenboden ablenken. Das Shooting war vor der Ausstrahlung kritisiert worden, die Szenen erinnern ein wenig an das Guantanamo-Gefängnis auf Kuba, in dem die USA noch immer Terror-Verdächtige ohne Gerichtsverfahren festhalten.

Statt auf die Models müssen Klum und Kollege Hayo aber vielmehr um die Aufmerksamkeit von Mit-Juror Michalsky bangen. Der hatte nämlich ein blondes Model im Tanktop erhascht. Hayo: „Wir müssen aufpassen, dass der Michi heute mit uns nach Hause kommt.“ Frühlingsgefühle, auf jeden Fall.

Für Anne ist es aus

Bei der Frage, wer die Show am Ende der Sendung verlassen muss, ist wieder höchste Konzentration gefragt. Gleich fünf Mädchen droht der unfreiwillige Ausstieg: Anne, Abigail, Zoe, Victoria und Shari. Nach ein wenig Klumschem Floskel-Alarm („Mittlerweile trennt sich die Spreu vom Weizen“) steht fest: Für Anne gibt’s kein Foto. Wenigstens kann sie behaupten, bei einer historischen Folge dabei gewesen zu sein. Nicht wahr, Lulu?