Casting-Show

„The Voice“: Mega-Talent wechselt dank „Steal Deal“ das Team

Coach Samu Haber schickte bei „The Voice of Germany“ Janina Beyerlein (17) und Mars (40) mit „Where The Wild Roses Grow“ in den Ring.

Coach Samu Haber schickte bei „The Voice of Germany“ Janina Beyerlein (17) und Mars (40) mit „Where The Wild Roses Grow“ in den Ring.

Foto: ProSieben / obs

Zehn neue Battles standen am Donnerstag bei „The Voice“ an. Und dieses Mal setzten die Coaches gleich mehrfach den „Steal Deal“ ein.

Berlin.  Die erste Runde haben die Talente bei „The Voice of Germany“ bereits überstanden. Bis zum Finale müssen aber noch einige Hürden genommen werden. Zuerst einmal: die Battles. Danach ist für einen aus dem Team das Abenteuer Casting-Show schon wieder vorbei – es sei denn, ein anderer Coach ergreift die Chance und schnappt zu. Und die ließen sich dieses Mal gleich mehrere Coaches nicht entgehen.

Team Samu Haber

Coach Samu Haber schickte die 17-jährige Janina Beyerlein gegen den ehemaligen Soap-Star Mars (40) ins Rennen. Ein ungleiches Battle. Er mit ganz viel Bühnenerfahrung, sie mit absolut gar keiner. Ähnliches galt für das Lied. „Where The Wild Roses Grow“ von Kylie Minogue und Nick Cave sollten die beiden zusammen singen. „Sie so, keine Ahnung, ich so, yeah“, freute sich Mars über die Songauswahl, während Janina ratlos vor sich hin blickte.

Aber das alles brachte den Düsseldorfer nicht weiter. Er musste sich seiner weiblichen Konkurrentin beugen und die Heimreise antreten. Für Yvonne Catterfeld war nach dem Battle schon eins klar: „Ich bin sicher, Janina, du bist im Finale!“ Ob sie recht behalten wird?

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Auch zwischen den Talenten Natia Todua (21) und Nanette Foh (24) musste sich Samu entscheiden. Er schickte die beiden mit „Blurred Lines“ von Robin Thicke in den Ring. Während die anderen Coaches und er selbst die Kandidatinnen anschließend mit Lob überschütteten, ernteten die beiden auf Twitter eher negative Kommentare. Von „Warum schreien die beiden so?“ bis „Schön ist anders“, musste das Duo einiges einstecken. Natia dürfte das egal sein, sie schaffte es eine Runde weiter.

Entscheiden musste sich Samu auch zwischen Carina Chère (27), dem Berliner Marlin Williford (44) und der einstigen „Popstars“-Siegerin Meike Ehnert (31). Die völlig unterschiedlichen Musiker mussten zu dritt auf die Bühne, aber nur für einen ging es in die nächste Runde: Marlin.

Team Mark Forster

Katy Winter (34) oder Miguel Fialho (17)? Diese Frage musste sich Mark Forster stellen. Der Coach wählte die beiden Kandidaten für ein Battle aus. Sie: ziemlich erfahren. Er: noch recht unbedarft. Das Duett meisterten die beiden und sorgten für unterschiedliche Jury-Einschätzungen. Während Yvonne den weiteren Weg mit Miguel gegangen wäre, entschied sich Coach Samu für Katy. Ihren Joker spielte Yvonne dennoch nicht aus und so war für Miguel die Reise endgültig vorbei.

Nicht immer sorgt die Songauswahl der Coaches bei den Kandidaten für Freudensprünge. Maria Giuseppina Cammisa (26) und Luana Eschment (16) konnten ihrem Titel „Blaue Augen“ der 80er-Ikonen Ideal nicht viel abgewinnen. Einen Ausweichsong gab es für sie trotzdem nicht. Mark setzte stattdessen auf die Charme-Offensive à la „Ihr seid mein Lieblingsteam“ und „Das ist mein Lieblingslied“. Das zeigte Wirkung. Aber nur Luana kam in die nächste Runde.

Team Yvonne Catterfeld

Melisa Toprakci (20, Neuss) und BB Thomaz (33, Düsseldorf) traten aus Team Yvonne Catterfeld gegeneinander an. Sie hatten die Aufgabe bekommen, sich den Song „Waterfall“ von Pink zueigen zu machen. Doch das wollte ihnen nicht gelingen. Melisa fand den Titel „eintönig“ und „lahm“. BB sah das ähnlich. Letztendlich lenkte Yvonne ein und verpasste den beiden einen neuen Titel.

Ab da lief alles besser. „Meiner Meinung nach seid ihr wirklich die besten Sängerinnen dieser Staffel“, feierte Yvonne ihre beiden Kandidatinnen nach dem Battle. Entscheiden musste sie sich trotzdem für eine. Ihre Wahl fiel auf BB Thomaz. Aber auch Melisa ging nicht leer aus. Smudo und Michi Beck spielten ihre „Steal Deal“-Karte aus und holten die 20-Jährige in ihr Team.

Auch Yvonne schickte ein Dreier-Team in den Ring: Tina Naderer (21), Alexander Babacan (28) und Linda Helterhoff (25). Zusammen performten sie „Hey“ von Andreas Bourani. Bei Coach Yvonne flossen nach dem Auftritt sogar einige Tränen – ob vor Rührung oder vor Trauer, weil sie sich von gleich zwei Kandidaten verabschieden musste? In die „Sing Offs“ schaffte es nur Vanessa.

Team Fanta

Smudo und Michi Beck schickten zwei echte Profis gegeneinander in den Ring: Mark Schlumberger (43), besser bekannt als Mellow Mark, und Stefanie Nerpel (39), die bereits mit den Fantas als Backgroundsängerin auf Tour war. Einen leichten Song hatten sie mit „Augenbling“ von Seeed nicht erwischt. Aber als alte Hasen im Musikbusiness wussten sie die Herausforderung zu meistern.

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Am Ende gab es viel Lob, vor allem für die „mega“ Songauswahl. Für einen reichte es aber trotzdem nicht. Die Fantas entschieden sich für Stefanie. Von ihr versprechen sie sich mehr Bandbreite.

Eines der, wie Smudo sagt, wohl ungewöhnlichsten Battles, lieferten sich der Österreicher Philip Piller (22) und Helen Leahey (30). Sie performten „Tear Drop“ von Massive Attack. Weder ein klassischer Radio-Hit, noch gewöhnliche Kandidaten. Bei Helen sticht vor allem die extrem tiefe Stimme hervor, bei Philip das nicht enden wollende Selbstbewusstsein. Aber das kann er auch haben. Neben der 30-Jährigen musste er sich nicht verstecken. Letztendlich bekam er den Zuschlag der Fantas.

Das letzte Fantas-Battle lieferten sich Christine Heitz (20) und Semion Bazavlouk (33). Mit ihrer Version von „Faith“ (Stevie Wonder feat. Ariana Grande) begeisterten sie nicht nur die Coaches. Auf Twitter wurde das Duell gefeiert. „Bestes Battle heute“, lobte ein User. Andere forderten direkt einen „Steal Deal“.

Die Fantas hatten die Qual der Wahl und entschieden sich für den erfahreneren Semion – hofften aber ebenfalls, dass einer der anderen Coaches bei Christine nicht nein sagen kann. Die Chance auf die Sängerin wollten sich gleich zwei Coaches nicht entgehen lassen. Samu und Yvonne buzzerten beide für sie. Aber wie schon in den „Blind Auditions“ hatte Yvonne das Glück auf ihrer Seite und damit eine weitere Kandidatin in ihrem Team.

Man muss schon sagen: Läuft bei ihr.