ProSieben-Show

Joko: „Ich habe Klaas tatsächlich ein bisschen vermisst“

Joko Winterscheidt wird in seiner neuen Show „Beginner gegen Gewinner“ sportlich.

Joko Winterscheidt wird in seiner neuen Show „Beginner gegen Gewinner“ sportlich.

Foto: ProSieben/Willi Weber

Joko Winterscheidt hat ein neues TV-Format. „Beginner gegen Gewinner“ ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Neues für den Moderator.

Berlin.  Das ist neu für Joko Winterscheidt: Der 38-Jährige steht erstmals alleine als Moderator vor der Kamera. In seiner neuen Show „Beginner gegen Gewinner“ treten Profisportler gegen Amateure an. Sechs Disziplinen, die Profis haben dabei erschwerte Bedingungen. Der deutsche Tischtennis-Meister Timo Boll zum Beispiel spielt mit einer Bratpfanne statt mit einem Schläger.

Das ist richtig gute Familienunterhaltung am Samstagabend, ein bisschen wie zu den guten, alten Zeiten von „Wetten, dass..??“ – auch wenn die Sendung nicht live ausgestrahlt wird. Joko Winterscheidt ist trotzdem ziemlich nervös und hat seinen alten Kollegen Klaas Heufer-Umlauf schon mal vorgewarnt.

Herr Winterscheidt, wie ist das – eine Show so ganz ohne Klaas Heufer-Umlauf?

Joko Winterscheidt: Anders, ganz anders. Es ist keiner da, der bei Gags mit einem Ping-Pong spielt. Bei Klaas weiß ich genau, wie er tickt. Wenn ich A sage, dann sagt er meistens B. Er nimmt meine Vorlagen und verwandelt sie – das macht es manchmal leichter während einer Sendung. Bei „Beginner gegen Gewinner” ist niemand da, da muss ich selbst für die Unterhaltung sorgen. Und ich trage auch alleine die Verantwortung. Das ist schon eine andere Nummer.

Normalerweise gehen Sie, das sagen Sie selbst, eher unvorbereitet in Ihre Sendungen.

Winterscheidt: Ich denke mir, das wird schon, das kriege ich hin. Ich weiß immer so grob, was passiert, aber nie bis ins letzte Detail. Da verlasse ich mich echt auf mich selbst und die Situationen, aus denen etwas entsteht.

Dieses Mal aber...

Winterscheidt: ..war das echt anders. Ich habe mich akribisch vorbereitet. Wahrscheinlich so gut wie nie. Gerade deshalb, weil niemand da ist, der mir die Bälle zuspielt oder den ich mal ein bisschen reden lassen kann. Und die ersten 20 Minuten dachte ich tatsächlich immer wieder: Oh Mann, es wäre jetzt echt schön, wenn noch jemand hier wäre.

Sie haben Klaas vermisst?

Winterscheidt: Klaas würde an meiner Stelle wahrscheinlich das Gegenteil sagen, aber ja, er hat mir gefehlt. Wir haben die letzten zehn Jahre zusammen Shows gemacht – und plötzlich steht man da alleine. Diese Erfahrung kannte ich nicht. Aber ich habe mich dann recht schnell freigeschwommen und es total genossen, diese Show alleine zu machen.

„Beginner gegen Gewinner” ist – im Vergleich zu Sendungen wie „Circus HalliGalli” oder „Das Duell um die Welt” – ein erwachseneres Format. Nicht ganz so wahnsinnig, weniger durchgeknallt. Das ist klassische Familienunterhaltung am Samstagabend.

Winterscheidt: Auf jeden Fall. Das ist keine Joko & Klaas-Show. Wobei ich schon glaube, dass sich jeder, der die Welt von uns beiden kennt, für diese Show begeistern kann. Es geht um Sport, um Ehrgeiz, um Wettkampf. Und das in sechs Disziplinen. So blöd es klingt, da ist für jeden etwas dabei.

Amateure treten gegen prominente Sportler in ihren Paradedisziplinen an. Es wird gewettet, es geht um einen Einsatz, Promis sitzen auf dem Sofa. Die Show erinnert ein bisschen an „Wetten, dass..?”.

Winterscheidt: Ehrlich? Das nehme ich mal als Kompliment. Beabsichtigt ist das aber nicht. „Wetten, dass..?” ist so ein großes Ding, die Sendung hat Geschichte geschrieben. Mich und meine Show damit zu vergleichen, würde mir im Traum nicht einfallen. Aber danke. Und ich gebe zu, jetzt, wo Sie es sagen..

Joko und Klaas: Der Paartest – wie gut kennen sie sich wirklich?
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Was hat Klaas zu der Show gesagt?

Winterscheidt: Der ist genauso nervös wie ich, der leidet echt ganz schön mit. Wir sind gespannt, wie das Format ankommt. Ich habe zu ihm gesagt: Wenn ich das an die Wand fahre, dann machen wir schneller wieder zusammen Fernsehen als du auf den Baum klettern kannst.

Die Frage ist: Hofft er jetzt, dass die Sendung gut ankommt oder nicht?

Winterscheidt: Hmm, vielleicht freut er sich, wenn es klappt – vielleicht freut er sich auch, wenn ich wiederkomme. Ich kann es nicht sagen, das werden wir dann einfach sehen. Ich bin jedenfalls sehr nervös und positiv aufgeregt, wenn ich ehrlich bin.

Was machen Sie am Samstagabend?

Winterscheidt: Ich sitze zu Hause vor dem Fernseher und werde die ganze Zeit die Fernbedienung in der Hand halten. Vielleicht muss ich mal umschalten. Ich glaube, ich halte das nicht aus.

• Samstag, 28. Oktober, 20.15 Uhr, ProSieben: „Beginner gegen Gewinner“