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Blick in die Discovery – So wird die neue „Star Trek“-Serie

Lesedauer: 6 Minuten
Bastian Angenendt
So sieht die neue "Star Trek"-Serie aus

So sieht die neue "Star Trek"-Serie aus

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Im Herbst kommt nach rund zwölf Jahren Pause eine neue „Star Trek“-Serie raus. Wir zeigen, was bisher über „Discovery“ bekannt ist.

Berlin.  Rund zwölf Jahre ist es her, dass man Captain Jonathan Archer und seine Crew auf ihrer letzten Mission begleiten durfte. 2005 wurde mit „Enterprise“ die bislang letzte Serie aus dem „Star Trek“-Universum nach vier Staffeln eingestellt. 2017 bekommen Trekkies nun endlich neuen Serienstoff aus den unendlichen Weiten – im Herbst startet „Star Trek: Discovery“. Wir zeigen, was bislang über die Serie bekannt ist.

Was wissen wir über die Handlung?

Noch nicht allzu viel. Die Autoren haben sich allerdings ganz klar dazu bekannt, die Serie in die Geschichte der früheren Serien einpassen zu wollen – anders als die neuen Kinofilme, für die eine eigene Zeitlinie entworfen wurde.

Rund zehn Jahre vor den Abenteuern von Captain Kirk und der ersten Serien-Enterprise sollen die Geschichten der Discovery spielen. Mit Sarek, dem Vater von Mr. Spock, wird man auch auf eine Figur treffen, die in den alten Folgen und Filmen zumindest schon mal eine Rolle gespielt hat.

Neben der U.S.S. Discovery wird wohl noch ein zweites Schiff der Sternenflotte für die Handlung wichtig werden: die U.S.S. Shenzhou, auf der die Hauptfigur der Serie als Erster Offizier dient.

Ein ausgedehnteres Wiedersehen gibt es mit den Vulkaniern und den Klingonen, das lässt der erste Trailer erahnen. Wie immer natürlich, so ist es auch in der Zusammenfassung der Serie bei den Machern von CBS erwähnt, darf man sich auf neue Welten und neue Lebensformen freuen.

Die zentrale Handlung soll episodenübergreifend erzählt werden – in den meisten früheren Serien waren einzelne Folgen überwiegend abgeschlossene Einheiten. Ebenso ein Novum dürfte die relativ geringe Lebensdauer der Charaktere werden.

Die aktuellen Showrunner Aaron Harberts und Gretchen J. Berg sagten zu „Entertainment Weekly“, dass Hauptfiguren – anders als bei den früheren Serien – durchaus auch mitten in der Serie und unerwartet sterben könnten. Diesbezüglich richte man sich an Serien-Hits wie „Game of Thrones“ aus, auch wenn man wohl kaum an die Frequenz der Tode in der HBO-Serie herankommen dürfte.

Wer ist die Hauptfigur?

Erstmals in einer „Star Trek“-Serie ist die zentrale Figur kein Captain. Im Zentrum steht diesmal die erste Offizierin des Raumschiffes U.S.S. Shenzhou, Michael Burnham, die von Sonequa Martin-Green gespielt wird.

Gegenüber „Entertainment Weekly“ verriet der „The Walking Dead“-Star, dass ihr Charakter menschlich ist, aber eine enge Verbindung mit den Vulkaniern hat. Speziell zu Sarek, dem Vater von Spock, pflegt Burnham eine enge Beziehung – und sie war das erste Menschenkind, das die vulkanische Wissenschaftsakademie besucht hat. Weiter verriet Sonequa Martin-Green nur, dass die Figur einen „inneren Konflikt“ auslebt.

Wie die zentrale Aufgabe der neuen Hauptfigur aussieht, blieb bislang offen. Genauso wie die Frage, warum sie als Frau einen Männernamen trägt.

Wer sind die anderen Helden und wer spielt sie?

Wie auch ihre Vorgänger kommt die neue Serie ohne die ganz großen Namen aus. Jason Isaacs, den man als Lucius Malfoy aus den „Harry Potter“-Filmen kennt, hat als Captain Gabriel Lorca das Kommando auf der U.S.S. Discovery. Michelle Yeoh („Tiger & Dragon“, „Guardians of the Galaxy 2“) führt die Crew der U.S.S. Shenzhou an.

Neben den beiden ist noch James Frain als bekannteres Gesicht dabei. Nach seinen Rollen in Serien-Hits wie „Grey’s Anatomy“ (2009), „Californication“ (2009) und „True Detective“ (2015) spielt er nun Sarek, den Vater der „Star Trek“-Kultfigur Spock.

Wer sind die Macher der Serie?

Von Anfang an waren die Auftraggeber des US-Bezahlsenders CBS darauf bedacht, möglichst viel „Star Trek“-Erfahrung am Set zu bündeln. Damit sollte nicht nur sichergestellt werden, dass sich die Serie inhaltlich in die Reihe einpasst, sondern es sollte auch die Akzeptanz bei der großen Fangemeinde steigern – mit Erfolg.

Zunächst ging im November 2015 Bryan Fuller, der bereits an den früheren „Star Trek“-Serien „Deep Space Nine“ und „Voyager“ gearbeitet hatte, als Showrunner an den Start. Auch die Co-Produzenten und Co-Autoren Alex Kurtzman („Star Trek“ und „Star Trek – Into Darkness“) und Nicholas Meyer („Der Zorn des Khan“, „Das unentdeckte Land“ und „Zurück in die Gegenwart“) haben bereits Erfahrungen mit der Reihe. Im Dezember 2016 erklärte Fuller, nicht mehr an dem Projekt beteiligt zu sein, für ihn stiegen Aaron Harberts und Gretchen J. Berg ein.

Besonders gerne hörten „Star Trek“-Fans, dass auch Rod Roddenberry seine Arbeit einbringt. Der Sohn des Star-Trek-Erfinders Gene Roddenberry arbeitete bereits an „The Next Generation“ mit, steuerte schon Ideen zum Kinofilm „Star Trek“ von 2009 bei und ist TV-Produzent.

Zuletzt konnte mit Jonathan Frakes ein weiteres bekanntes Gesicht gewonnen werden – die Trekkies kennen ihn vor allem als Commander William T. Riker aus der Serie „The Next Generation“. Für die neue Serie schlüpft Frakes bei einer Folge in die Rolle des Regisseurs, die er vereinzelt auch schon bei „The Next Generation“, „Deep Space Nine“ und „Raumschiff Voyager“ inne hatte.

Wo kann ich die Serie sehen?

Zunächst nur im Bezahlfernsehen bzw. bei Streamingdiensten. Am 24. September 2017 erscheint die erste von 15 Episoden in den USA beim Bezahlsender CBS. Am Tag darauf kann man die Auftaktfolge dann bei Netflix auch in Deutschland (und in vielen weiteren Ländern) anschauen. In Deutschland folgt dann immer montags eine weitere Episode.

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