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Christian Ulmens Serie „Jerks“ – Witze bis zur Schmerzgrenze

Fahri Yardim und Christian Ulmen sind auf ProSieben in der Serie „Jerks“ zu sehen.

Fahri Yardim und Christian Ulmen sind auf ProSieben in der Serie „Jerks“ zu sehen.

Foto: P4444/_ProSieben / obs

Christian Ulmen und Fahri Yardim übertreiben in ihrer Serie „Jerks“ maßlos – sowohl bei den Witzen als auch bei der Promi-Besetzung.

Berlin.  Die Schauspieler Christian Ulmen und Fahri Yardim starten am Dienstag auf ProSieben mit ihrer neuen Serie „Jerks“. Die Sendung verspricht Erfolg durch Prominenz. Neben Ulmen und Yardim werden Jana Pallaske , die Rapper Sido und Kay One sowie Ulmens Frau Collien Ulmen-Fernandes zu sehen sein. Doch reicht das aus für eine erfolgreiche Comedy-Serie?

Schon der Trailer der Serie lässt erahnen, in welche Richtung Ulmen die Serie als Regisseur steuert. Den Zuschauer erwartet „Stromberg“ in doppelter Ausführung. Die beiden Protagonisten verstricken sich in Unglücke, Ausreden und gescheiterte Lösungsversuche. Die Darsteller agieren alle mit ihren eigenen Namen, die Dialoge sind größtenteils improvisiert.

Nicht immer hätte die Kamera laufen müssen

Es soll eine Atmosphäre entstehen, die das zeigt, was sonst nur zu sehen ist, wenn die Kamera aus ist. Doch wer etwa den Rapper Kay One beim Schauspielen erlebt, der wünscht sich eine andere Ankündigung: dass die Kamera aus ist.

Dennoch gibt die Serie immer wieder Gründe zum Einschalten. Ulmen setzt seine Serie von unkonventionellen Formaten, Figuren und Situationen fort. Dabei kommen Lacher heraus, die es so im deutschen Fernsehen kaum gibt oder vielleicht noch gar nicht gab. Es werden Witze über Masturbationskurse, Kindererziehung und Selbsthilfegruppen für die Trauerbewältigung gemacht.

Geschmacklosigkeit als Stilmittel

Dabei holt Christian Ulmen bei „Jerks“ ein Stilelement ins deutsche Fernsehen, das US-Serien wie „South Park“ oder „Family Guy“ perfektioniert haben. Bewegt sich ein Witz an der Grenze zur Geschmacklosigkeit, wird er immer weiter gesteigert oder einfach unzählige Male wiederholt. Der Zuschauer schreit innerlich bei jeder Wiederholung, bei jeder Steigerung: „Das können die doch nicht machen! Das ist nicht deren Ernst!“.

Ernst ist dann tatsächlich wenig in dieser „Buddy-Serie“. Vielleicht ist das auch der größte Kritikpunkt. Sie ist auf der einen Seite nicht seicht genug, um in eine Kategorie mit Serien wie „Pastewka“ zu fallen. Auf der anderen Seite bietet der derbe Humor aber auch wenig Gesellschaftskritisches, wie es etwa bei „South Park“ der Fall ist.

• Ab 21. Februar, dienstags um 23.15 Uhr, ProSieben (beim Bezahlsender Maxdome sind die aktuellen Folgen bereits jetzt zu sehen)