GNTM

Kandidatin zeigt bei „Germany’s next Topmodel“ Achselhaare

| Lesedauer: 8 Minuten
Jennifer Kalischewski
Die zwölfte Staffel ist gestartet: Heidi Klum geht gemeinsam mit den Juroren Michael Michalsky (l.) und Thomas Hayo wieder auf die Suche nach „Germany’s next Topmodel“.

Die zwölfte Staffel ist gestartet: Heidi Klum geht gemeinsam mit den Juroren Michael Michalsky (l.) und Thomas Hayo wieder auf die Suche nach „Germany’s next Topmodel“.

Foto: Richard Huebner / ProSieben

Transgender, Zwillinge, viel Achselhaar: In der neuen GNTM-Staffel wollen teils sehr spezielle Models gewinnen. Nicht alle überzeugen.

Berlin.  Chipstüten aufgerissen, Schokoladeneis bereitgestellt, Gummibärchen in Reichweite? So oder ähnlich gut mit Kalorien versorgt, ist ein Fernsehabend mit rankem und schlankem Modelnachwuchs doch am schönsten. Denn Model-Mama Heidi Klum ist seit Donnerstagabend wieder auf der Suche nach „Germany’s next Topmodel“.

Bereits zum zwölften Mal will sich ProSieben mit dem Modelcasting-Dauerbrenner gute Einschaltquoten sichern. Nachdem in der vergangenen Staffel die Battles zwischen den Juroren Michael Michalsky und Thomas Hayo neu eingeführt wurden, müssen nun wieder neue Zuschauermagneten her.

Das ist neu in GNTM-Staffel 12

Zwar versuchen die Juroren auch in der neuen Staffel, die vielversprechendsten Schönheiten für ihre Teams – Michael für Team Weiß, Thomas für Team Schwarz – zu gewinnen. Darüber hinaus verspricht GNTM allerdings weitere Neuheiten.

So gibt es etwa ein eigenes GNTM-Kreuzfahrtschiff, das die Kandidatinnen nach Marseille, Menorca und Barcelona schippern wird. Zudem konnten sich die Casting-Teilnehmerinnen der Chefin Heidi schon vorab mit Videos und Fotos bei Instagram unter dem Hashtag #ichbingntm2017 vorstellen.

Ebenfalls neu in Staffel 12: Nicht nur beim Entscheidungs-Walk kann die Reise für die Models zu Ende gehen. Die Jury kann die Mädchen auch zwischendurch aus der Show nehmen – jederzeit. Jeder noch so kleine Fehler könnte also der letzte sein. Und wenn das alles nicht genug Spannung bringt, gibt es ja noch die Models, die – ob positiv oder negativ – teilweise schon nach Episode 1 in Erinnerung bleiben:

Maja – das Model, das Haare lassen muss

Einer der spannendsten Momente bei GNTM ist in jeder Staffel das große Umstyling. Da bekommen Mädchen mit langer Mähne fesche Kurzhaarfrisuren verpasst, da fließen ganze Tränen-Meere, da werden aus Mädchen Typen. Der GNTM-Kenner weiß allerdings: Die Typveränderung kommt frühestens in Episode 4. Doch in Staffel 12 musste eine Kandidatin bereits in der ersten Folge Haare lassen – die Achselhaare.

Die 19-jährige Maja fiel der Jury bei ihrem Walk über das Gepäckband am Flughafen Kassel nicht nur wegen ihres Lampenschirm-Kleides auf. Etwas ungläubig stellten Heidi, Michael und Thomas fest: Maja lässt die Haare unter den Armen wachsen. Warum? „Weil ich die schön finde.“ Geschadet hat Maja die haarige Angelegenheit nicht. Heidi winkte das Model aus Thomas’ Team Schwarz eine Runde weiter.

Für den Laufsteg-Walk, der schließlich darüber entscheiden sollte, ob sich Maja ein Flugticket nach Marseille sichern konnte, musste die Haarpracht dann aber doch ab. Dazu riet jedenfalls Team-Coach Thomas. Und der wollte schließlich nur das Beste für die Models aus Team Schwarz. „Sie sind ja alle noch so unerfahren“, sagte er.

Melina und Giuliana – zwei Models sorgen für „Diversity“

Das Team Weiß könne in diesem Jahr auch „Team Diversity“ – „Team Vielfalt“ – heißen, sagt zumindest Team-Coach Michael. Gleich zwei Transgender-Models sicherten sich die Flugtickets nach Marseille. Melina (19) erzählte in Episode 1 zwar nur von „schwierigen Zeiten“, die es in ihrem Leben gegeben habe. Aber die Zuschauer werden künftig sicher noch mehr von ihrer Zeit als Junge erfahren.

Von Giuliana ist zumindest schon mal bekannt, dass sie als „Pascal“ geboren wurde, aber schon als Dreijähriger gemerkt hat, dass das Interesse für Puppen größer war als für Autos. Die 20-Jährige freute sich nach der ersten Runde so sehr über ihr Weiterkommen, dass sie sogar vergaß, für welches Team sie sich entschieden hatte.

Claudia – das Model, das Zickenzündstoff birgt

Sie fährt Autorennen und war schon Miss Bamberg und Miss Landshut – und mit diesen Erfahrungen will Claudia nun auch „Germany’s next Topmodel“ werden. Überhaupt gibt sich die 22-Jährige als Gewinnertyp. Deshalb konnte sie offenbar auch nur schwer nachvollziehen, warum ihre vermeintliche Freundin Sabrina, bei den Miss-Contests nur Zweitplatzierte, direkt eine Runde weiter kam, sie selbst aber noch zittern musste. Da zeigte sie ihr Zickenpotenzial: „Und ich bin jetzt raus, oder was?“ Die vor Ungläubigkeit weit aufgerissenen Augen verzerrten das geschminkte Miss-Gesicht zu einer hässlichen Fratze.

Am Ende ging die Zitterpartie für Claudia gut aus. Sie darf mit nach Marseille. Für Sabrina hatte Heidi jedoch am Ende kein Flugticket. Neid scheint unter Miss-Models weit verbreitet zu sein. Sabrina jedenfalls stapfte beleidigt ab, wollte mit niemandem mehr reden – und wollte selbst von der früheren Miss-Freundin Claudia nichts mehr wissen.

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Elisa – das Model, das redet wie ein Wasserfall

Wenn die erst 16 Jahre alte Elisa ein plapperndes Püppchen wäre, man würde den Ausschaltknopf wohl vergeblich suchen. Elisa redet und redet und redet – wenn sie nicht gerade lacht. Manchmal tut sie auch beides gleichzeitig. Ob das quirlige Nachwuchsmodel auch ernst sein kann? Das muss sie vielleicht schon in der kommenden Woche in Marseille im Team Schwarz beweisen.

Victoria – das Model von der Straße

Victoria, ebenfalls zarte 16 Jahre jung, auffallend lange, schöne Locken, will Topmodel werden – wirkt aber nicht so. Während sich die anderen Mädchen für den ersten Walk vor Heidi zurechtmachten, in die High Heels schlüpften und Schminke auftrugen, blieb Victoria vor allem: lässig. Sie kokettiert als skatendes Rapper-Girl, das Sneaker liebt und dem Eleganz noch gänzlich fremd zu sein scheint.

Ob Juror Michael es schaffen wird, aus dem Mädel von der Straße ein Topmodel auf dem Laufsteg zu machen? „Er scheut keine harte Arbeit“, lautete Heidis Urteil. Tatsächlich dürfte genau die in den kommenden Episoden dringend nötig sein, wenn das Skater-Girl ihrem Traum vom Topmodel-Leben näherkommen möchte.

Anh – das Model auf Speed

Anh (25) will das erste asiatische Topmodel werden – und die überdrehte Berlinerin hat bereits beste Vorbereitungen genossen. Ihren Körper trimmt sie mit Hilfe eines Personal Trainers, der sie auf Schritt und Tritt begleitet. Auch den richtigen Hüftschwung für den Laufsteg hat sie bereits geübt – und zwar mit ihrer langjährigen Freundin Fata, Finalteilnehmerin bei GNTM 2016.

Herrlich unkonventionell sichert sich Anh mit pinkgefärbtem Haar und Mickymausohren-Outfit einen Platz in Michaels Team und ein Flugticket nach Marseille. „Minnie Mouse in da House – von Michael“, sagte sie dazu. Doch immer umweht sie auch ein Hauch der Gefahr, dass das sympathisch Überdrehte kippt – und irgendwann nervt.

Eva und Sophie – Models im Doppelpack

Bei Eva und Sophie mussten die Juroren Michael und Thomas gleich zweimal hinschauen. Denn sie sind Zwillinge. Die beiden 25-Jährigen sind das erste Zwillingspaar, das es bei GNTM eine Runde weiter geschafft hat. Michael sicherte sich das doppelte Lottchen für sein Team Weiß.

Doch auf dem Gepäckband am Flughafen Kassel mussten die Zwillinge auch Heidi überzeugen. Das schafften sie nicht. Für Eva und Sophie endete die GNTM-Karriere direkt in Folge 1.

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Für 25 Models geht die Reise weiter

Von 50 Mädchen, die es bei den ersten Castings in die Teams von Thomas und Michael geschafft hatten und sich vor Heidi präsentieren durften, überzeugten am Ende nur 26 Mädchen die Model-Mama. Jeweils einen Joker durften die Juroren setzen, um ein von Heidi abgelehntes Model mit nach Marseille zu nehmen. Nun stehen die 28 Teilnehmerinnen, die an die Côte d’Azur fliegen dürfen, fest. In Michaels Team Weiß sicherten sich 15 Kandidatinnen einen Platz im GNTM-Jet. Mit 13 Kandidatinnen im Team Schwarz zieht Juror Thomas eine Runde weiter.

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