Rom. Eine Vier-, Acht- und 20-Jährige sind in einem Wohnwagen in Italien verbrannt. Dabei handelte es sich offenbar um einen Brandanschlag.

Bei einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Großfamilie in Rom sind drei Schwestern ums Leben gekommen. Die Vier-, Acht- und 20-Jährigen seien in der Nacht lebendig in einem Wohnwagen verbrannt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch. In dem Campingwagen lebte die Roma-Familie mit insgesamt elf Kindern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt den Berichten zufolge wegen vorsätzlicher Tötung und fahrlässiger Brandstiftung. Vermutet wird eine Racheaktion, die Tat könnte auch einen rassistischen Hintergrund haben. Die Ermittler hätten ein Video ausgewertet, in dem eine Person zu sehen sei, die eine Brandflasche auf das Wohnmobil werfe und anschließend flüchte.

Andere Familienmitglieder konnten sich retten

„Der Tod des Mädchens und der beiden Kinder ist ein Schmerz für die ganze Stadt“, sagte Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi laut Nachrichtenagentur ADNkronos. Das Wohnmobil, das auf einem Parkplatz in dem Stadtteil Centocelle stand, brannte vollständig aus.

„Ich habe ein Donnern gehört und an eine Bombe gedacht. Dann bin ich ans Fenster gegangen und habe die hohen Flammen gesehen“, sagte eine Anwohnerin der Zeitung „La Repubblica“. Die übrigen Familienmitglieder hatten sich rechtzeitig retten können. (dpa)