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Verletztem Voigt blieb nur die Zuschauerrolle

Jens Voigt wirkt in diesen Tagen wie ein Reiter, der nach einem Sturz schnellstmöglich in den Sattel seines Pferdes zurückkehren möchte.

Jens Voigt wirkt in diesen Tagen wie ein Reiter, der nach einem Sturz schnellstmöglich in den Sattel seines Pferdes zurückkehren möchte. Für einen Start bei den Cyclassics reichte es für den Berliner nach seinem schweren Unfall bei der Tour de France aber noch nicht. Bis zum Wochenende stand der Profi des dänischen Teams Saxo Bank zwar auf der Startliste, doch die Ärzte erlaubten keinen Start.

"Mir geht's schon wieder ganz gut", erklärte der 37-Jährige, von dessen Kopfverletzungen nur noch eine kleine Narbe am rechten Auge sichtbar ist. Seine Ärzte hätten seinen Sturz mit dem K. o. eines Boxers verglichen, berichtete Voigt. Doch während den Ringkämpfern anschließend schon mal eine sechsmonatige Auszeit verordnet wird, steht der Radprofi schon nach einem Monat vor dem Comeback. Voigt war am 21. Juli während der 16. Tour-Etappe in der letzten Abfahrt vom Kleinen Sankt Bernhard Richtung Bourg-Saint-Maurice aufgrund eines Belagwechsels gestürzt und hatte sich einen Bruch des Jochbeins, eine Gehirnerschütterung und einen Kieferbruch zugezogen. Jetzt trainiert er wieder auf dem Ergometer, erwartet in zwei Wochen grünes Licht der Ärzte. 2010 will er auf Abschiedstournee gehen und vor seinem dann hoffentlich freiwilligen Karriereende auch in Hamburg Station machen.

( (dst) )