HSV Einzelkritik

Benes alles andere als ein Anfänger – Pherai als Zauberer

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HSV gegen Schalke in der Analyse

Die Hamburger ringen den Bundesliga-Absteiger nieder und setzen dabei auf neue Qualitäten. Alles rund um das Acht-Tore-Spektakel.

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Spektakel im Volksparkstadion. Beim 5:3-Sieg gegen den FC Schalke 04 konnten sich vor allem die Offensivspieler in Szene setzen.

Hamburg. Was für ein Auftakt in die neue Zweitliga-Saison für den HSV. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter (47) zeigte beim 5:3-Sieg gegen den FC Schalke 04 Spektakel pur. Torchancen auf beiden Seiten, Elfmeter, Platzverweis, Drama in der Schlussphase. An dieses Spiel werden sich die 57.000 Fans noch lange zurückerinnern. Die HSV-Profis mit Sicherheit auch. Die Einzelkritik:

Heuer Fernandes: Zum Anfang der neuen Saison musste der Keeper dauerhaft hellwach sein. Bei den Gegentoren schuldlos.

Van der Brempt (bis 90.): Rein läuferisch ist der neue Rechtsverteidiger schon ein Schnellstarter. Auch in den Zweikämpfen war er von Anfang an präsent.

HSV-Einzelkritik: "Maschine" Ambrosius zog Fans auf seine Seite

OIiveira Kisilowski (ab 90.): Feierte bei seinem Profidebüt mit.

Ramos: Sein Startelfeinsatz war durch die Verletzungen von Sebastian Schonlau und Dennis Hadzikadunic vor der Partie sicher. Überzeugte als Zweikämpfer, sah allerdings bei allen Gegentoren nicht glücklich aus.

Ambrosius: Noch vor wenigen Wochen hätten wohl kaum jemand darauf gewettet, dass er beim Saisonauftakt in der Startelf stehen würde. Das „Monster“ (Schonlau) hatte die Fans mit seinen Zweikämpfen sofort auf seiner Seite, war unter anderem vor dem 0:1 jedoch etwas steif.

Heyer (79.): Der Miro-Muheim-Ersatz hat noch nicht oft als Linksverteidiger begonnen. Machte es aber gut, gewann Zweikämpfe und hatte auch Offensivakzente.

Muheim (ab 79.): Fast ohne Trainingseinheiten erlebte er einen Kaltstart.

Meffert: Durfte in Abwesenheit von Schonlau und Reis als Kapitän anfangen. Musste in dem wilden Schlagabtausch viele Mittelfeldlöcher stopfen.

Pherai (bis 90.): Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und der neue Offensivzauberer lieferte. Starker Assist zum 1:0, danach an fast jedem Angriff beteiligt. Auch den Elfmeter provozierte er mit einem Steckpass.

HSV-Einzelkritik: Benes war der Chef im Mittelfeld

Krahn (ab 90.): Verteidigte mit.

Benes: Durch den Ausfall von Ludovit Reis durfte auch er beginnen. Wie ein Anfänger sah er allerdings nicht aus, als er den Elfmeter souverän einschob und beim Konter eiskalt zum 3:2 traf. Ganz stark.

Königsdörffer (bis 69.): Aller Anfang ist schwer. Und der Rechtsaußen, der etwas überraschend für Bakery Jatta beginnen durfte, tat sich schwer. Verstolperte viele Bälle, vergab große Chancen.

Weitere Texte zum HSV:

Jatta (ab 69.): Dass er gerne anstelle von Königsdörffer begonnen hätte, konnte er nach seiner Einwechslung nicht wirklich mit Leistung unterstreichen.

Glatzel: Gab mit seinem frühen 1:0 den Startschuss für die neue Saison. Und in der Nachspielzeit ließ er das Volksparkstadion emotional explodieren. Bester Mann auf dem Platz.

Öztunali (bis 78.): Sein Debüt als HSV-Profi war nach seinem Weggang als A-Jugendlicher wie ein Neuanfang. Strahlte Gefahr aus, dürfte seinen Startelfplatz verteidigen.

Dompé (ab 78.): Machte mit dem 5:3 endgültig den Deckel drauf.

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