Harburg
Moorburg

Aktivisten protestieren gegen Vattenfall-Pläne

Moorburg. Rund zwanzig Aktivistinnen und Aktivisten der Klima- und Energiebewegung „Hamburger Energietisch“ haben mit der Forderung „Moorburgtrasse 2.0 verhindern – Vattenfall-Pläne stoppen“ vor dem Kraftwerk Moorburg in Tiefstack demonstriert.

Sie protestierten gegen die Absicht der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH (VWH) und der Behörde für Umwelt und Energie (BUE), eine Fernwärmetrasse von der Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm (MVR) nach Bahrenfeld zum westlichen Fernwärmenetz von Vattenfall zu bauen.

Eine solchen Trasse würde Vattenfall gern für seine Wärme aus Steinkohleverbrennung nutzen, heißt es. . Vattenfall könnte damit „sehr viel Geld verdienen“. Hamburgs Fernwärmeversorgung wäre aber für viele Jahre an die äußerst klima- und gesundheitsschädliche Kohlenutzung gebunden. Das stehe nicht nur im Widerspruch zum Koalitionsvertrag von SPD und Grünen, sondern vor allem zum Volksentscheid von 2013, der im zweiten Satz das verbindliche Ziel einer sozial gerechten, klimaverträglichen und demokratisch kontrollierten Energieversorgung aus erneuerbaren Energien festlegt.

Die Protestierenden gehen davon aus, dass die Pläne noch zu verhindern sind. Gilbert Siegler, Sprecher des Hamburger Energietischs sagt:„Das war die erste Aktion gegen diese Pläne, 2017 werden viele weitere folgen. Wir werden den Senat, den Vattenfall-Konzern und die Regierungsparteien immer wieder mit dem Volksentscheid konfrontieren, der schließlich für Bürgerschaft und Senat verbindlich ist. Und wir werden klima- und sozialverträgliche Alternativen aufzeigen.“