Hamburg-Kolumne

Warum Jan Hofer so gerne Tango tanzt

| Lesedauer: 11 Minuten
Jan Hofer freut sich bei „Let´s Dance“ vor allem auf den Tango. „Weil meine Frau gern Tango tanzt“, sagt der ehemalige Chefsprecher der „Tagesschau“.

Jan Hofer freut sich bei „Let´s Dance“ vor allem auf den Tango. „Weil meine Frau gern Tango tanzt“, sagt der ehemalige Chefsprecher der „Tagesschau“.

Foto: Franziska Krug / Getty Images for Hapag-Lloyd Cru

Persönlich – die Hamburg-Kolumne. Heute: Ein Ex-„Tagesschau“-Sprecher geht zu RTL, und Katarzyna Mol-Wolf testet neue Formate.

Mit viel Elan begrüßte Kristina Tröger, Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen (CeU), 90 starke Hamburgerinnen zum digitalen „Meet & Greet“ mit Katarzyna Mol-Wolf. Die Chefredakteurin der Zeitschrift „Emotion“ und Herausgeberin des Philosophie-Magazins „Hohe Luft“ sprach über die Herausforderungen der Corona-Krise: „Wir haben diese Zeit im Verlag genutzt, um neue Formate auszuprobieren“, so die promovierte Juristin, die auch mit ihrem Podcast „Kasia trifft ...“ erfolgreich ist.

Eines dieser neuen Projekte sei ein besonderer Newsletter für Frauen: „Hot Bowl“ solle informieren, aber auch unterhalten, so die 46-Jährige, die 2012 in dem autobiografischen Werk „Mit dem Herz in der Hand: Eine Geschichte über die Freiheit, das Glück, meine Mutter und mich“ (Ludwig Verlag/Random House) ihre Flucht aus Polen beschrieb.

Das Zusammentreffen am Bildschirm ist während der Pandemie für den Club europäischer Unternehmerinnen zu einem schönen festen Termin geworden: Immer wieder stellt sich ein anderes Mitglied zur Mittagszeit vor und beantwortet in einer Videokonferenz die Fragen der Zuschauerinnen. „Daraus ergeben sich immer ganz tolle und spannende Gespräche“, sagt Kristina Tröger.

Jan Hofer tanzt bei "Let's Dance" mit

Nach der Bekanntgabe seiner Teilnahme bei der RTL-Show „Let‘s Dance“ scheint der ehemalige „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer zurzeit auf Instagram durchgängig online zu sein. Er postet Eindrücke aus Köln, ist auch in den Stories der Moderatorinnen Frauke Ludowig und Katja Burkard zu sehen und antwortet auf Fragen zur Tanzshow. Dabei verrät Hofer, dass er sich besonders auf den Tango freut. Warum? „Weil meine Frau gerne Tango tanzt und das gerne mit mir tanzen würde – ich das aber nicht kann“, sagt Hofer. Vor dem Quickstep hat der Ex-“Tagesschau“-Sprecher wegen „der unfassbar schnellen Abfolge von Schritten“ jedoch Respekt.

Seine Tanzerfahrung bewege sich aktuell noch „auf relativ geringem Niveau“, antwortet Hofer außerdem auf eine Frage der Instagram-Community. Für die Show versucht er sich – statt ins Fitnessstudio zu gehen oder einen Personal Trainer zu nehmen – aktuell mit Radfahren und Inlineskating fit zu halten. Seine „Let‘s Dance“-Tanzpartnerin kennt Hofer eigenen Angaben zufolge noch nicht. Erst am 26. Februar werde die Paarung bekannt gegeben.

Um aber bereits jetzt ein wenig Werbung für seine Auftritte in der TV-Show zu machen, war Hofer in den vergangenen Tagen in den RTL-Sendungen „Exclusiv“ und „Punkt 12“ zu Gast und hatte dort teilweise die Moderation übernommen. Vor der Jury hat Hofer schon jetzt Angst. Besonders vor Joachim Llambi, der „ganz knallharten Nummer“. In der 14. Staffel der RTL-Tanzshow treten neben Hofer auch die Halbschwester von Ex-US-Präsident Barack Obama, Auma Obama, und der RTL-Sportjournalist Kai Ebel an. Außerdem mit dabei sind unter anderem Schlagersänger Mickie Krause, Schauspieler Erol Sander und Ex-Fußballer Rúrik Gíslason.

Verfilmung von Nick Hornbys Beziehungskomödie

Der britische Roman- und Drehbuchautor Nick Hornby („High Fidelity“) hat eine Beziehungskomödie geschrieben, die Regisseur Stephen Frears verfilmt hat („State of the Union“, 31.1., ARD). Ein Anruf bei ihm in London gibt einen Eindruck vom Zustand des Landes. „Ich erlebe gerade die elendigste Zeit meines Lebens“, bilanziert er. „Wir können kaum etwas machen. Wir können zwar Lebensmittel und Alkohol kaufen, fernsehen dürfen wir auch noch, aber die Stadien, die Pubs, die Clubs haben alle geschlossen. Wir vermissen das sehr.“

Die Atmosphäre sei trotzdem nicht allzu mies. „Die Leute sind offenbar ziemlich phlegmatisch. Wir haben uns ja auch schon daran gewöhnt. Es macht nur nicht viel Sinn, über die Zukunft nachzudenken. Die Impfungen sind der einzige Lichtblick. Das bekommen die Verantwortlichen offenbar halbwegs hin. Fast alles andere haben sie ja gegen die Wand gefahren. Boris Johnson ist der schlechteste Premierminister meines Lebens.“

Clubhouse – wer ist schon Mitglied im exklusiven Club?

Es ist DIE App, über die in dieser Woche alle sprechen … Wenn man schon nicht in die exklusiven Clubs kann, dann wenigstens zu Clubhouse. Aber nur auf Einladung. Auch der Hamburger CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß ist jetzt dort unterwegs und war überrascht, als ein Gespräch mit seinem Parteikollegen und Joggingfreund Philipp Amthor gleich von mehr als 1700 Zuhörern verfolgt wurde.

„Eigentlich wollten wir nach einem langen Tag nur mit einem kurzen Gespräch den Abend ausklingen lassen, dann kamen immer mehr Interessierte dazu“, so der Eppendorfer. Ploß und Amthor möchten ob des Spontan-Erfolges daher während des Lockdowns nun regelmäßig einen politischen Late-Night-Talk anbieten: Hashtag „abindenclub“

Leonie Weber verlässt das Vier Jahreszeiten

Eine neue Aufgabe hat Leonie Weber. Drei Jahre lang war Weber im Vier Jahreszeiten als Direktorin für Marketing und Kommunikation verantwortlich. Nun verlässt sie das Luxushotel an der Binnenalster und arbeitet künftig für die Henssler Food Concepts AG von TV-Koch Steffen Henssler.

Als Direktorin für Brand Management wird sie unter anderem die deutschlandweite Expansion der Marke GO by Steffen Henssler begleiten, die bereits Standorte in Hamburg, Frankfurt und München hat. „Ich habe dem Vier Jahreszeiten unter der hervorragenden Führung von Ingo C. Peters unglaublich viel zu verdanken. Jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung“, sagte Weber.

"Stildate" – neue Internetseite von ehemaliger Abendblatt-Redakteurin

Ein neues Internetportal hat die ehemalige Abendblatt-Redakteurin Annette Bethune gegründet. „Stildate“ heißt die Internetseite, auf der sie verschiedene Kreative aus den Bereichen Wohnen, Mode, aber auch Gesundheit oder Mobilität vorstellt. Da gibt es dann Porträts von Badgestaltern wie Marie Striewe, Küchenplanern wie Hilke Kwasnicki oder besonderen Künstlern wie Heinke Böhnert. Frisch gestartet, bekommt Annette Bethune bereits viel positive Resonanz. „Zu meiner großen Freude kommt die Idee wundervoll an“, sagt die Medienfachfrau. „Mit diesem Portal möchte ich denen da draußen eine Art Kompass zu bieten, auf dem sie erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie etwas Besonderes suchen.“ Denn das Leben sei so bunt und facettenreich. „Und manche von uns besitzen einfach Gaben oder Talente, die dies besonders schön sichtbar machen. Ihre Schaffenskraft nicht zu nutzen wäre doch eigentlich unverzeihlich, nicht wahr?“ Weitere Informationen unter www.stildate.de.

Neue Rolle für Schauspieler Jens Harzer

Die Hamburger Drehbuchautorin Ruth Toma („Der Junge muss an die frische Luft“) hat das Drehbuch für Hermine Huntgeburths („Lindenberg! Mach dein Ding“) neuen Film „Ruhe! Hier stirbt Lothar“ geschrieben (27.1., ARD). In der knochentrockenen Tragikomödie verkauft ein Mann (Jens Harzer) seinen Besitz, als er eine Krebsdiagnose bekommt, und geht ins Hospiz. Aber die Diagnose war falsch. Und nun? Gedreht wurde im vergangenen Corona-Sommer in Hamburg. „Ich habe mir dann so einen misanthropischen Menschen ausgeguckt, der kaum Kontakt und eine Gefühlsblindheit für andere hat. Der Einzelgänger wird durch die Ereignisse gezwungen, sich auf andere einzulassen. Da dachte ich: Doch, so eine Geschichte kann man erzählen.“ Schauspieler hatte sie in diesem Stadium noch nicht im Kopf.

Regisseurin Huntgeburth hatte dann die Idee, die Titelrolle mit Jens Harzer zu besetzen. „Seitdem konnte ich mir niemand anderen mehr vorstellen. Ich war vollkommen begeistert und beseelt, als ich gesehen hab, wie er das macht“, sagt Toma. Die Rolle sei nämlich gar nicht so einfach. Der Stoff habe eine gewisse Ernsthaftigkeit. „Er sollte aber auch immer eine unterschwellige Komik besitzen. Die haben Hermine und Jens so gut herausgearbeitet, dass ich fast die gesamte Zeit über ihn grinsen muss. Ich habe mich richtig in ihn verliebt.“ Harzer ist enorm vielseitig. Im Kino konnte man ihn in der Titelrolle von Andreas Dresens Baggerführer-Drama „Gundermann“ sehen. TV-Projekte nimmt er selten an, spielte aber in „Berlin, Babylon“ mit. Er ist Ensemblemitglied am Thalia Theater. Bruno Ganz wird schon gewusst haben, warum er ihn vor zwei Jahren zu seinem Nachfolger als Träger des Iffland-Rings gemacht hat.

MGM-Chef über Leni Klum: "Hübsches Mädchen von nebenan"

Dass seine Aussage über Leni Klum, die mit ihrer „Model-Mama“ Heidi Klum kürzlich für den Titel der „Vogue“ erstmals gemeinsam vor der Kamera stand, so hohe Wellen schlagen würde, das hätte Marco Sinervo, Chef von Deutschlands größter Modelagentur MGM mit Sitz am Mittelweg, nicht gedacht: „Ich habe doch nur die Wahrheit gesagt: Das ist ein hübsches Mädchen von nebenan, aber kein Topmodel“, sagte der international renommierte Manager, der in den 90er-Jahren unter anderem Eva Herzigova managte und die Amerikanerin Kate Upton großgemacht hat.

Die 16-Jährige sei zum Beispiel nur 1,68 Meter groß und damit von der erforderlichen Laufsteg-Mindestgröße von 1,76 Metern ein paar Zentimeter entfernt. „Das muss man doch objektiv sagen dürfen. Heidi Klum kritisiert ihre Mädchen bei ,Germany‘s Next Topmodel‘ deutlich härter“, sagte Sinervo. Mit der Show rechnet der Modelmacher, der mit seiner Kritik vielfach zitiert wurde, dann auch gleich ab: „Mit dem echten Business hat das leider gar nichts zu tun, das Format ist meiner Meinung nach komplett durch“, so der Hamburger. Und Leni Klum, die dieser Tage in Berlin ein Shooting hatte, würde er – anders als Kaia Gerber, die Tochter von Modelikone Cindy Crawford – nicht unter Vertrag nehmen. Wie heißt es so schön in der Sendung von Heidi Klum: „Ich habe heute leider kein Foto für dich ...“ (vas)

Wegen Corona: Ahoi-Neujahrsempfang findet digital statt

Der 15. Ahoi-Neujahrsempfang wird an diesem Sonnabend wegen Corona zum ersten Mal digital veranstaltet. „Herausforderungen sind auch immer eine Chance. Und ich wage gerne Neues. Das erste Mal Ahoi digital, das ist aufregend. Aber wir haben uns was ganz Besonderes ausgedacht“, sagt Gastgeber Lars Meier, Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik. 400 Gäste haben sich angemeldet. Der Dresscode ist Abendgarderobe. Die „Gute Nacht Tasche“ wird nach Hause geliefert. Ihr Inhalt? Noch Geheim.

„Aber eins können wir schon verraten. Ob Getränke, Leckereien oder Wellness. Es ist für vieles gesorgt“, verspricht Lars Meier. Und die Gäste erwarten zahlreiche zuvor aufgezeichnete Beiträge von prominenten Gesichtern, darunter der Hamburger Sternekoch Kevin Fehling, Theaterchef Corny Littmann sowie die Moderatoren Tobias Schlegl und Elton. Auch die Senatoren Anjes Tjarks (Grüne) und Andreas Dressel (SPD) werden zu sehen sein.

( vas/ug/vob/sla/lag )

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