München (dpa/tmn). In Zeiten, in denen oft KI die Inhalte liefert, gewinnt die Körpersprache im Beruf noch einmal mehr an Bedeutung. Denn sie hilft, kompetent zu wirken und vor allem: eine Beziehung herzustellen.

Körpersprache wird nach Ansicht von Fachleuten künftig eine immer größere Rolle im Beruf spielen. „Die Wirkungskompetenz hat mittlerweile die Sachkompetenz überholt. Wertvolle Inhalte sind nichts wert, wenn sie nicht überzeugend und souverän präsentiert werden“, sagt etwa Monika Matschnig, Beraterin für Körpersprache. „Und wenn Sie als Führungskraft begeisterte Mitarbeiter möchten, dann müssen Sie selbst die Begeisterung über Ihren Körper ausstrahlen.“

Dazu trägt nach Ansicht von Körpersprache-Experte Stefan Verra auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei. „Selbst wenn man unsympathisch war, aber viel wusste, konnte man ziemlich gut Karriere machen. Das wird sich ändern“, sagt der Autor. Das meiste Wissen könne nun auch der Azubi haben, „wenn er weiß, wie er mit KI umgeht und die richtigen Fragen stellt.“

Neue Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung

Anders als in der Vergangenheit werde man sich künftig also mit Wissen nicht mehr von anderen abheben können, um im Beruf erfolgreich zu sein: „Was uns bleiben wird, ist, Vertrauen zu erzeugen und Menschlichkeit und Enthusiasmus zu signalisieren“, so Verra. Da sei die Fähigkeit, schnell eine Bindung und Beziehung herzustellen, besonders wichtig.

Dem Autor zufolge kommt es darauf an, einzuüben, „wie wir über Kontinente hinweg in Video-Calls schnell Sympathien und das Gefühl erzeugen können: Ich habe dich akzeptiert, du bist Teil unseres Teams.“