Berlin (dpa/tmn). Die Wäscheberge zu Hause oder der dauerquatschende Kollege im Büro: Ablenkung kann im Homeoffice wie im Unternehmen warten. Ein Ort liegt in Sachen Produktivität bei Beschäftigten knapp vorne.

Wo schaffen Sie mehr, am Schreibtisch zu Hause oder im Unternehmen? Bei der Frage gehen die Meinungen auseinander, zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi im Auftrag des Personaldienstleisters Königsteiner Gruppe und des Job-Portals „stellenanzeigen.de“.

Insgesamt haben jedoch etwas mehr Beschäftigte das Gefühl, im Unternehmen leistungsfähiger zu sein. Vier von zehn Beschäftigten (39 Prozent) stimmen der Aussage zu, im Unternehmen produktiver als im Homeoffice zu sein. Ein Drittel (29 Prozent) der Befragten hingegen empfindet den heimischen Arbeitsplatz als den produktiveren Ort.

Am deutlichsten zeigt sich der Effekt in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen. Hier findet knapp die Hälfte (49 Prozent) der Beschäftigten, im Unternehmen produktiver zu sein - verglichen mit 19 Prozent im Homeoffice.

Stellenweise mehr Büropräsenz gewünscht

Seit der Corona-Pandemie hat sich das Homeoffice in vielen Branchen etabliert. Es zeichnet sich aber ab, dass einige Firmen ihre Beschäftigten nun wieder zu mehr Tagen im Büro verpflichten möchten. So gab ein Drittel der Befragten (29 Prozent) in der Umfrage an, im vergangenen Jahr von ihrem Arbeitgeber wieder zu mehr Büroarbeit aufgefordert worden zu sein.

An der Umfrage nahmen 1048 Beschäftigte teil. Der Befragungszeitraum lag im Dezember 2023. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.