Gläserne Decke hindert Frauen am Aufstieg

Studie

Ursache ist weder ihre fehlende Qualifikation noch mangelnde praktische Unterstützung seitens der Unternehmen - daß Frauen im Job noch immer schlechtere Aufstiegschancen haben als männliche Kollegen, ist vor allem ein gesellschaftliches Problem. Ein Begriff aus der Soziologie erklärt das Phänomen: Frauen stoßen an die sogenannte gläserne Decke, eine uneingestandene Barriere, die Frauen oder Minderheiten den Zugang zu bestimmten Macht- und Verantwortungspositionen Berufen verwehrt.

Daß es eine solche gläserne Decke in Bezug auf die Karriereschritte von Frauen gibt, bestätigen zwei Drittel aller Chefs. Das hat eine weltweite Studie der Managementberatung Accenture ergeben. Ein ähnlicher Eindruck herrscht bei den Angestellten: Insgesamt glauben nur 30 Prozent der Managerinnen, daß Frauen am Arbeitsplatz gleiche Chancen haben wie Männer. Von den Männern sind 43 Prozent dieser Meinung.

Aus Sicht der meisten weiblichen Manager sind gesellschaftliche Aspekte das größte Hindernis für ihr Vorankommen. Es bedarf anscheinend eines größeren Selbstbewußtseins, höherer Einsatzbereitschaft und eines rascheren Aufstiegstempos, um als Frau die gläserne Decke zu durchbrechen. 70 Prozent der deutschen Managerinnen äußerten darüber hinaus, daß der überwiegende Teil der Entscheidungen im Unternehmen nach wie vor von ihren männlichen Kollegen getroffen werde. Außerdem empfinden sie es als schwierig, sich in internen Netzwerken erfolgreich zu etablieren - obwohl sie von der Bedeutung solcher Netze für den beruflichen Aufstieg überzeugt sind.

  • Quelle: Studie "The Anatomy of the Glass Ceiling: Barriers to Women's Professional Advancement" der Accenture GmbH (www.accenture.de).
( apa )

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