Gründer

Kooperation mit Pilotprojekt testen

Jana Madle denkt in Bildern, Tanja Krumpeter in Worten. Wenn es sich ergibt, tauschen sie sich über ihre Gedanken aus: Die Grafikerin aus Hoisdorf und die Lektorin aus Berlin kooperieren seit vier Jahren. Angefangen hat das mit einer ungewöhnlichen Bewerbung, die sie gemeinsam gestalteten. Inzwischen haben sie sich schon einige Jobs gegenseitig vermittelt und weisen auf die Kooperation hin: "Das erweitert unser Spektrum", erklärt Tanja Krumpeter. Dass die beiden Selbstständigen gut 280 Kilometer entfernt voneinander arbeiten, stört sie nicht: "Auch ein Telefongespräch ist sehr inspirierend, wenn man sich gut kennt und gerne Ideen preisgibt."

Kooperationen bringen unterschiedliche Talente und Qualifikationen zusammen: den Kreativen und die Kauffrau, den Umsatzstarken und die Kontaktfreudige. "Größere Aufträge bearbeiten, ein Büro gemeinsam nutzen, sich austauschen und qualifizieren", nennt Susanne Wehowsky, Projektleiterin der Kooperationsberatung Click weitere gute Gründe für eine Zusammenarbeit. Diese funktioniere aber nur, wenn die Beteiligten zu drei Schritten bereit seien: Erstens eigene Bereitschaft zur Veränderung genau zu prüfen. Zweitens Erwartungen, Werte und Ziele mit den Partnern klären. Und drittens gemeinsam Erfahrungen zu sammeln. "Vertrauen fängt mit sich trauen an", sagt Susanne Wehowsky. Es muss gar nicht immer der wasserdichte Vertrag sein, wichtig sei, mit einem kleinen Pilotprojekt anzufangen und sich darüber offen auszutauschen.

Am 14. April findet der bga-Gründerinnentag in der Handelskammer Hamburg statt. Eintritt: 15 Euro (inklusive Büfett). Anmeldung: bis 11. April unter bga@frau-und-arbeit.de. Details zum Programm im Internet unter: www.gruenderinnenagentur.de

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