Buch der Woche

Spiele mit der Macht. Wie Frauen sich durchsetzen

von Marion Knaths. Piper TB, 128 S., 7,95 Euro.

Inhalt: Frauen verlassen Schulen und Unis im Durchschnitt mit besseren Noten als ihre Kommilitonen, sie haben meist ausgeprägte soziale Fähigkeiten und können viele Informationen gleichzeitig verarbeiten. Wie aber kommt es dann, fragte sich die Unternehmensberaterin Marion Knaths, dass man einige Jahre nach dem Abschluss nichts mehr von ihnen hört? Dass Führungspositionen hierzulande fast ausschließlich von Männern besetzt sind? Knaths widmet sich einem altbekannten Problem unter einem besonderen Aspekt: Es liegt ihrer Ansicht nach weder an mangelnder Kinderbetreuung noch an mangelndem weiblichen Ehrgeiz. Sondern an unsichtbaren Barrieren und unausgesprochenen Spielregeln, die Männer ganz selbstverständlich anwenden, um ihre Macht zu sichern. Typisches Beispiel: Eine Frau hat eine Idee, niemand reagiert. Ein Mann wiederholt die Idee als seine eigene, er wird bejubelt und darf sie sogleich in die Tat umsetzen. Und keiner wundert sich. Oder: Männer übernehmen grundsätzlich keine Fleißaufgaben - zu viel Arbeit und zu wenig Ruhm - sondern nur Prestigeaufgaben.

Teilnahmeschluss ist der 17. März (Poststempel). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.