Hamburger Hafen

FDP drängt auf Entscheidung bei Köhlbrandquerung

Unter der Köhlbrandbrücke hindurch: Die Reederei Hapag-Lloyd ist einer der größten Kunden am Containerterminal in Altenwerder.

Unter der Köhlbrandbrücke hindurch: Die Reederei Hapag-Lloyd ist einer der größten Kunden am Containerterminal in Altenwerder.

Foto: picture Alliance / dpa

Köhlbrandbrücke ist nach mehr als 40 Jahren Schwerlastverkehr am Ende ihrer Lebensdauer. Brücke oder Tunnel als Ersatzlösung?

Hamburg.  Angesichts der knapper werdenden Haushaltsmittel drängt Michael Kruse, der Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion, auf eine schnelle Entscheidung über die künftige Köhlbrandquerung. „Das Zeitfenster schließt sich“, sagte Kruse der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Die Haushaltspolitiker in Berlin setzen den Rotstift an.“ Da noch nicht entschieden sei, ob der Köhlbrand künftig wie bisher mit einer Brücke überquert werden soll oder mit einem Tunnel unterquert, werden gegenwärtig beide Varianten vorbereitet. „Je länger das dauert, desto teurer wird es“, sagte Kruse.

Brücke ist am Ende ihrer Lebensdauer

Tatsächlich bleibt die Entscheidung bislang in der Schwebe, weil Hamburg sich in Berlin um Bundesmittel für den Bau der neuen Querung bemüht. Sollte das neue Bauwerk als Autobahnzubringer eingestuft werden, so würde ein Großteil der Kosten vom Bund übernommen. Die alte Köhlbrandbrücke ist nach mehr als 40 Jahren Schwerlastverkehr bereits am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und stellt zudem ein Hindernis für sehr große Schiffe dar, die den Containerterminal Altenwerder nicht mehr erreichen können. Bis 2030 soll die Ersatzlösung in Betrieb gehen.