Energiekrise

Otto schließt Gebäude und senkt Temperatur in den Büros

In den nächsten sechs Monaten bleiben viele Büros auf dem Otto-Gelände kalt

In den nächsten sechs Monaten bleiben viele Büros auf dem Otto-Gelände kalt

Foto: Michael Rauhe

Hamburger Konzern will bis zu 20 Prozent Energie sparen. Dafür werden ganze Gebäudekomplexe geschlossen.

Hamburg.  Beschäftigte der Otto Group müssen ab 1. Oktober genau planen, wo sie auf dem Firmencampus in Hamburg-Bramfeld noch einen warmen Arbeitsplatz finden. Der Handels- und Dienstleistungskonzern hat sich ein ganzes Maßnahmenpaket verordnet, um in den kommenden Monaten Energie zu sparen.

Vom 1. Oktober an werden bei den Konzernunternehmen Bonprix, Otto, Hermes Fulfilment sowie bei der Otto Group Holding nur noch ausgewählte Gebäude mit einer Raumtemperatur von maximal 20 Grad beheizt. In allen anderen Komplexen ist Arbeiten nicht mehr erlaubt. Die Temperatur soll dort auf bis zu sechs Grad abgesenkt werden. Auch Hermes in Langenhorn beteiligt sich an der Sparaktion. Die Leuchtreklame an den bundesweit 60 Standorten wurde bereits abgeschaltet.

Energiekrise: Über Weihnachten schließt Otto weitere Gebäude

Die Otto-Gruppe will damit den Verbrauch von Gas, Strom und Fernwärme in den Wintermonaten um bis zu 20 Prozent senken. Auch das eigene, gasbetriebene Blockheizkraftwerk wird abgeschaltet, stattdessen soll mit Fernwärme geheizt werden. Die Otto Group sehe es als gesellschaftspolitische Maßnahme an, trotz relevanter Mehrkosten den Energieverbrauch über die gesetzlichen Reglungen hinaus zu senken, heißt es in einer Mitteilung.

Die Konzernleitung setzt darauf, dass die Beschäftigten in der Energiekrise zusammenrücken und – wie in Corona-Zeiten erprobt – verstärkt mobil arbeiten. Die Einzelgesellschaft Otto geht sogar noch weiter: Über Weihnachten und Neujahr soll die Zahl der kaum beheizten Gebäude weiter reduziert werden.

( mik )

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