DGB Hamburg

Gewerkschaftsbund vor Weichenstellung für die Zukunft

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Tanja Chawla (l.) soll Nachfolgerin der langjährigen Hamburger DGB-Vorsitzenden Katja Karger werden.

Tanja Chawla (l.) soll Nachfolgerin der langjährigen Hamburger DGB-Vorsitzenden Katja Karger werden.

Foto: privat/HA/Andreas Laible/Zusammenstellung: HA

Vorsitzende Katja Karger verlässt Hamburg. Ihre Nachfolgerin soll heute gewählt werden – Gegenkandidaten zu Tanja Chawla gibt es nicht.

Hamburg. Der DGB Hamburg will sich neu aufstellen: Bei der Delegiertenversammlung am Mittwochabend im Gewerkschaftshaus soll die Nachfolgerin der scheidenden Vorsitzenden Katja Karger gewählt werden. Zur Wahl steht nur eine Kandidatin: Tanja Chawla. Die Hamburgerin ist seit 2016 ver.di-Gewerkschaftssekretärin.

Chawla wurde von den acht DGB-Gewerkschaften einstimmig nominiert – ihre Wahl durch die 40 Delegierten gilt als sicher. In einem Grußwort dankte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sich bei Karger für die gute Zusammenarbeit und lobte den DGB als "eine starke Stimme der Beschäftigten".

Gewerkschaft Hamburg: Designierte DGB-Vorsitzende betont Stärke

Er hob die Rolle der Stadt als "Vorbild für das wichtige Projekt, in Deutschland einen Mindestlohn zwölf Euro einzuführen". Eine Erhöhung des Mindestlohns auf diese Summe fordern sowohl die SPD als auch die Grünen in ihren Wahlprogrammen. Die Linke will eine Erhöhung auf 13 Euro. Deren Fraktionsvorsitzende Cansu Özdemir bedankte sich ebenfalls bei Karger für "ihren erfolgreichen Einsatz". Mit Blick auf deren Nachfolgerin sprach sie von einer "guten Entscheidung": " Wir kennen Tanja aus unseren eigenen Tarifverhandlungen als ausgesprochen engagierte Verhandlungspartnerin.

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Karger betonte, der städtische Mindestlohn von zwölf Euro und der Wegfall der sachgrundlosen Befristungen im öffentlichen Dienst seien das Verdienst der Gewerkschaften: "Das war nur möglich, weil wir innerhalb des DGB so vertrauensvoll und geschlossen zusammengearbeitet haben." Ihre designierte Nachfolgerin Chawla forderte die Gewerkschaften auf, "als Gemeinschaft im DGB für soziale Gerechtigkeit" zu kämpfen. "Wir sind viele und wir sind stark. Diese Power müssen wir weiterhin nutzen. Auch dafür stehe ich heute hier", so die Gewerkschafterin in ihrer Vorstellungsrede.

( josi )

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