Wirtschaft

Gabelstaplerhersteller Jungheinrich bricht der Gewinn weg

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandschef von Jungheinrich mit weltweit 18.000 Mitarbeitern.

Lars Brzoska ist seit September 2019 Vorstandschef von Jungheinrich mit weltweit 18.000 Mitarbeitern.

Foto: Andreas Laible

Die Aktie legt hingegen zu. Was den Vorstandschef des Hamburger Unternehmens, Lars Brzoska, positiv stimmt.

Hamburg.  Die Corona-Krise hat den Gabelstaplerhersteller Jungheinrich wie erwartet hart getroffen. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn nach Steuern sackte um 28,9 Prozent auf 59,7 Millionen Euro ab, teilte das Hamburger Unternehmen am Dienstag mit. Trotzdem zeigte sich Vorstandschef Lars Brzoska „davon überzeugt, dass Jungheinrich gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird“.

Ende Juli hatte der Konzern die Eckwerte bereits genannt und eine neue Prognose für das Gesamtjahr gewagt, nachdem die alte Ende April gestrichen wurde. Aktuell wird ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (Ebit) von 130 bis 180 Millionen Euro erwartet. Umsatz und Auftragseingang sollen sich jeweils zwischen 3,4 und 3,6 Milliarden Euro bewegen. Bis Ende Juni wurden 53.900 Fahrzeuge bestellt – ein Minus von 20 Prozent.

Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung

Positiv stimmt Brzoska allerdings, das bereits im Frühjahr „erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung“ eingeleitet wurden. Die Nettoverschuldung sei deutlich reduziert und der Cashflow verdoppelt worden. „Mit seinem hohen und stabilen Umsatzanteil hat insbesondere auch der Jungheinrich-Kundendienst dazu beigetragen, dass wir uns in der Corona-Krise gut behaupten konnten“, sagte Brzoska. Mit der eigenen Stärke in der Lithium-Ionen-Technologie sei man für das beginnende Jahrzehnt der Elektromobilität hervorragend aufgestellt.

Lesen Sie auch:

An der Börse kam der Ausblick am Dienstag gut an. Die Aktie notierte am Nachmittag 1,3 Prozent im Plus bei 26,38 Euro. Die Baader Bank hält allerdings an ihrer Einschätzung „Reduzieren“ fest und gibt als Kursziel 24 Euro an. Der Grund: Angesichts der Kurserholung – im März notierten die Titel bei gut 10 Euro – sei die Jungheinrich-Aktie mittlerweile schon ziemlich teuer.