Hamburg

Wie steht der Handelsverband zu einer "autoärmeren" City?

Brigitte Nolte ist Geschäftsführerin des Handelsverbandes Nord.

Brigitte Nolte ist Geschäftsführerin des Handelsverbandes Nord.

Foto: Andreas Laible

Geschäftsführerin Nolte fordert mehr Geld für die City. Sie lehnt die autofreie Innenstadt ab, hat aber eine Idee für den Neuen Wall.

Hamburg.  Erst vor Kurzem hatte der bekannte Schuhunternehmer Ludwig Görtz für Aufsehen gesorgt, als er im Abendblatt von der Stadt Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren für die Verschönerung der Hamburger City forderte. Nun bekommt Görtz Unterstützung von der Geschäftsführerin des mächtigen Handelsverbandes Nord, Brigitte Nolte.

„Diese 50 Millionen Euro sind eine realistische Größe“, sagte Nolte dem Abendblatt. Zahlreiche Plätze müssten attraktiver gemacht werden, das bisherige Engagement der Stadt reiche nicht aus, so Nolte weiter, deren Verband 33.000 Einzelhandelsbetriebe in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vertritt.

Nolte und Görtz lehnen autofreie City ab

Auch Nolte lehnt wie Görtz eine autofreie City ab („Die Innenstadt muss erreichbar bleiben“), möchte aber durchaus mit der Politik über eine „autoärmere Innenstadt“ diskutieren. Wenn die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange am Neuen Wall stünden, könne dies nicht im Interesse der Einzelhändler sein, so die Geschäftsführerin.

Vor der Bürgerschaftswahl machen konkrete Verhandlungen über die zukünftige Gestaltung der Hamburger Innenstadt aus Noltes Sicht jedoch wenig Sinn. Man müsse nun zunächst abwarten, wer ab Ende Februar das Sagen im Rathaus habe, erst dann würden sich detaillierte Gespräche mit der Politik lohnen.