Hamburg

Hafenbehörde HPA hält Preise für Reedereien stabil

Die Hafenentgelte sollen 2020 nicht ansteigen.

Die Hafenentgelte sollen 2020 nicht ansteigen.

Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Besonders leise Schiffe erhalten sogar zusätzliche Rabatte. Außerdem will HPA die Stromzähler im Hafen digitalisieren.

Hamburg. Die Nutzung des Hamburger Hafens durch See-, Binnen- und Hafenschiffe wird im kommenden Jahr nicht teurer. Die Hafenentgelte würden 2020 nicht angehoben, teilte die Hafenbehörde Hamburg Port Authority mit. „Hamburg als Deutschlands größter Universalhafen ist klar auf Wachstumskurs. Wir setzen mit der Stabilität der Preise ein Zeichen für die Zukunft des Logistikstandortes Hamburg“, sagte der Geschäftsführer der HPA, Jens Meier.

Zudem werde besonders leisen Schiffen zusätzlich zu bisherigen Umwelt-Anreizen ein Rabatt gewährt. „Das ist ein positives Signal für die Kunden des Hamburger Hafens“, sagte der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz. „Aber auch unsere Terminalbetreiber stehen unter massivem Wettbewerbsdruck. Deshalb erwarten wir auch beim Thema Mieten und Pachten ein positives Signal von der HPA.“

Stromzähler im Hafen werden digitalisiert

Unterdessen kündigte der Netzbetreiber Stromnetz Hamburg an, dass die Stromzähler im gesamten Hafengebiet an Brücken, Eisenbahnanlagen an den Kaikanten und den Immobilien der Hamburg Port Authority (HPA) digitalisiert werden. Künftig müssen die Stromzähler nicht mehr einzeln abgelesen werden, sondern die Geräte senden ihre Werte an ein zentrales Energiemanagement-Portal. Und das nicht ein- oder zweimal im Jahr, sondern im Stundentakt, sodass erhöhte Verbräuche sofort auffallen.

„Mit dem neuen Energiemanagementportal hat die Hamburg Port Authority ein vielseitiges Werkzeug in die Hand bekommen“, sagte Tino Klemm, Finanzchef der Hafenbehörde HPA. „Das lästige und fehleranfällige Zählerablesen ist jetzt Geschichte.“ Stattdessen ließen sich die Verbrauchswerte und damit auch die Kosten in einem Onlineportal abrufen. „Dieser Digitalisierungsschritt bietet gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung, um die strategischen Energieeinsparungszielsetzungen der HPA besser zu verfolgen und durch entsprechende Analysefunktionen das Potenzial für neue Maßnahmen zur Energieeinsparung aufzuzeigen“, so Klemm.