Klöckner-Vorschlag

Verbraucherschützer befürworten freiwilliges Tierwohl-Logo

Ein Schwein schaut aus einem Spalt der Heckladeklappe eines Tiertransporters.

Ein Schwein schaut aus einem Spalt der Heckladeklappe eines Tiertransporters.

Foto: dpa

Osnabrück. Im Streit um ein staatliches Tierwohl-Logo hat sich die Verbraucherzentrale hinter Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) gestellt.

Deutschland sollte jetzt mit einem freiwilligen Label starten, statt durch Endlosdiskussionen den Status quo zu zementieren, sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (vzbv), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Wer auf ein verpflichtendes Logo beharre, werde sich verheben. "Jetzt gibt es die Möglichkeit, und die darf die Bundesregierung nicht verstreichen lassen", sagte Müller.

In der großen Koalition war über die geplante staatliche Kennzeichnung für Supermarktfleisch aus besserer Tierhaltung Streit ausgebrochen. SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch hatte von Klöckner einen Gesetzentwurf für ein verpflichtendes Logo gefordert. Klöckner plant stattdessen ein freiwilliges Label. Die Kennzeichnung soll ab 2020 mit Schweinefleisch starten.

Große Supermarktketten hatten im Frühjahr eine eigene Kennzeichnung auf Fleischverpackungen eingeführt. Das Logo mit der Aufschrift "Haltungsform" soll anzeigen, wie die Schlachttiere gelebt haben - mit vier Stufen. Sie beginnen mit dem gesetzlichen Standard, während das staatliche Logo von Klöckner nur höhere Standards anzeigen soll.