Schifffahrt

Wegen Kühne: Reederei Hapag-Lloyd fliegt aus dem SDax

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen im Hafen Club an den Landungsbrücken.

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen im Hafen Club an den Landungsbrücken.

Foto: Michael Rauhe

Am 24. Juni muss die Reederei den Kleinwerte-Index der Börse verlassen. Verantwortlich ist unter anderem Klaus-Michael Kühne.

Frankfurt/Main. Die Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd ist künftig nicht mehr im SDax enthalten. Der Streubesitz sei auf weniger als zehn Prozent gesunken, begründete die Deutsche Börse die Nachricht, die am Mittwochabend nach Börsenschluss bekanntgegeben wurde.

Demnach scheidet die Aktie mit Wirkung zum 24. Juni 2019 aus dem deutschen Kleinwerte-Index aus. Der Aufrücker sei der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori (Bielefeld).

Kühne und Chilenen erhöhen Anteile

Hapag-Lloyd hatte Mitte Juni erklärt, dass zwei Ankeraktionäre ihre Beteiligung ausbauen würden. Sowohl der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne als auch die chilenische Reederei CSAV erhöhten ihre Anteile über die für eine Sperrminorität notwendigen 25 Prozent.

"Natürlich bedauern wir den verringerten Streubesitzanteil, die Nachfrage bei unseren Ankeraktionären bestätigt aber auch ihr Interesse an sowie das Bekenntnis zu Hapag-Lloyd als strategisches Investment", sagte Chef Rolf Habben Jansen damals.