Fischerei

Naturschützer: Baggerstopp in Elbe zum Schutz des Stints

Wilhelm Grube, Fischer, schüttet in seinem Boot auf der Elbe Stint aus einer Reuse. Stinte gelten vor allem im Norden als Delikatesse, doch sind sie in den vergangenen Jahren rar geworden.

Wilhelm Grube, Fischer, schüttet in seinem Boot auf der Elbe Stint aus einer Reuse. Stinte gelten vor allem im Norden als Delikatesse, doch sind sie in den vergangenen Jahren rar geworden.

Foto: picture alliance/Philipp Schulze/dpa

Elbvertiefung und Hafenschlick-Einbringung machen dem Fisch das Leben schwer. Ökologie müsse Priorität haben.

Hamburg.  Vor wenigen Wochen haben­ die letzten Elbfischer Alarm geschlagen und auf den Rückgang des Stintbestands aufmerksam gemacht. Nun fordern Naturschützer den Stopp von Baggerarbeiten und Hafenschlick-Einbringungen in der Elbe.

Das seien bekanntermaßen Faktoren, die dem Stint zu schaffen machten. „Für den Schutz des Stintbestands müssen aktuelle Eingriffe vorsorglich jetzt gestoppt werden“, teilte das Bündnis „Lebendige Tideelbe“ mit.

Verschlimmerung durch Elbvertiefung

Die belastenden Aktivitäten in dem Fluss sollten so lange gestoppt werden, bis deren Unbedenklichkeit bewiesen sei. Nur nach den Ursachen zu suchen und mittelfristig etwas gegen den Rückgang zu tun, reiche nicht mehr aus. „Bei der derzeitigen Bestandsentwicklung des Stints und den dramatischen Folgen muss endlich auch Ökologie Priorität haben. Mit der begonnenen Elbvertiefung wird sich die Situation nochmals deutlich verschlimmern“, so der Bund für Umwelt und Naturschutz.