Hamburg

Hamburg verliert seinen einzigen Transatlantikflug

Hamburg.  Erst wurde aus der täglichen eine saisonale Verbindung in den Sommermonaten, nun hat United Airlines den einzigen Transatlantikflug von Hamburg in die USA ganz eingestellt. Wie die Fluggesellschaft gestern Abend auf Anfrage erklärte, habe man „nach einer gründlichen Analyse“ entschieden, dass die Verbindung nach New York/Newark „nicht den finanziellen Erwartungen entspricht“. Deswegen werde man sie im kommenden Jahr nicht mehr anbieten. „Der letzte Flug wurde von Hamburg am 4. Oktober 2018 durchgeführt“, heißt es in dem Statement. Die Strecke wurde seit 15 Jahren geflogen, zunächst von Continental, später von United.

Erstmals wurde die Verbindung im Januar 2017 für einige Monate eingestellt. Später hieß es zur Umwandlung in eine saisonale Verbindung, es handele sich um eine normale Anpassung des Flugplans, die der geringeren Nachfrage in den Wintermonaten geschuldet sei.

Nun aber steht der Hamburg Airport ganz ohne Direktverbindung in die USA da. United-Kunden, die bereits für Sommer 2019 Flüge nach New York gebucht haben, werden laut der Airline bereits kontaktiert: „Wir kümmern uns um alternative Reiseoptionen.“

Flughafenchef Michael Eggenschwiler sagte dem Abendblatt, die United-Entscheidung sorge „für große Enttäuschung hier am Standort“. Und weiter: „Wir sind uns sicher: Hamburg ist ein attraktiver Markt und hat entsprechendes Potenzial für eine Verbindung nach New York oder andere Standorte in den USA. So schnell wie möglich werden wir uns um einen Ersatz für diese transatlantische Verbindung bemühen.“ Dabei sei auch der Einsatz neuer Flugzeugtypen wie des Airbus A321 LR (Long Range) denkbar. Sie ermöglichten den Airlines einen flexibleren Einsatz auf Mittel- und Langstrecke.