Jahrestreffen

Weltwirtschaftsforum: Indiens Premier warnt vor Klimawandel

Darum geht es beim Weltwirtschaftsforum in Davos
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In Davos wurde das Weltwirtschaftsforum eröffnet. Zur Eröffnung warnt der indische Premierminister Narendra Modi vor dem Klimawandel.

Davos.  Der indische Premierminister Narendra Modi hat vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels für die Erdbevölkerung gewarnt. Die Erderwärmung bedrohe das Überleben der Zivilisation, warnte Modi am Dienstag zur Eröffnung des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Kurort Davos.

Der steigende Meeresspiegel drohe schon jetzt zahlreiche Inseln im Pazifik zu überschwemmen. Es brauche weltweit eine neue „Harmonie zwischen dem Menschen und der Natur“, sagte er zum Auftakt der viertägigen Konferenz mit mehr als 3.000 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Kanzlerin Merkel spricht am Mittwoch

Selbstsucht und übertriebener Konsum hätten zur Erderwärmung beigetragen, erklärte Modi. Indien als eines der größten Länder der Welt setze verstärkt auf erneuerbare Energien, die Nutzung fossiler Brennstoffe werde zurückgedrängt. Als weitere Gefahren für die Welt nannte der indische Politiker Terrorismus und ein Isolationismus von Ländern, um sich gegen internationale Kooperation zu sperren.

Weltwirtschaftsforum beginnt in Davos
Weltwirtschaftsforum beginnt in Davos

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Mittwoch auf dem Treffen sprechen, eine Rede von US-Präsident Donald Trump wird für Freitag erwartet. Insgesamt haben 70 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme in Davos angekündigt, darunter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Brasiliens Staatschef Michel Temer und Spaniens Monarch Felipe.

Linke Gruppen haben zu Demos aufgerufen

Zudem reisen Vertreter internationaler Organisationen an wie UN-Generalsekretär António Guterres und Wirtschaftsführer wie Microsoft-Gründer Bill Gates. Das Motto des diesjährigen 48. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) lautet „Eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt schaffen“.

Für den Dienstagabend haben linke und autonome Gruppen zu einer Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum in der schweizerischen Wirtschaftsstadt Zürich aufgerufen. Die Teilnehmer wollen besonders gegen US-Präsident Trump protestieren. Trump sei Sexist, Rassist und Ausbeuter, erklärten die Veranstalter. Dass Trump zum Treffen eingeladen werde, entblöße den Charakter des Treffens.

Laut WEF-Chef Klaus Schwab werden die Teilnehmer der Konferenz in 400 Einzelveranstaltungen über die vielen politischen Krisen, bewaffnete Konflikte, geopolitische Risiken, die Weltkonjunktur und Welthandel debattieren.

Stelldichein der Wirtschaftselite in Davos
Stelldichein der Wirtschaftselite in Davos

Kritiker sprechen von Intransparenz

Das Weltwirtschaftsforum trifft keine politischen oder ökonomischen Entscheidungen, die anwesenden Politiker und Manager einigen sich jedoch hinter den Kulissen auf Abkommen und Geschäfte. Globalisierungskritiker werfen dem Forum deshalb Intransparenz und Anmaßung vor. Ohne demokratische Legitimation werde über das Schicksal vieler Menschen bestimmt. (epd)

Weltwirtschaftsforum ehrt Cate Blanchett und Elton John
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