Fairfield

General Electric macht Verlust und setzt auf Fracking

Fairfield. Hohe Kosten für die Abspaltung des Finanzgeschäfts haben dem US-Industriekoloss General Elec­tric erneut große Löcher in die Bilanz gerissen. Für das zweite Quartal meldete der Siemens-Rivale am Freitag einen Nettoverlust von 1,36 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte GE noch 3,55 Milliarden Dollar verdient.

Grund für die roten Zahlen ist wie bereits im Vorquartal die Trennung von GE Capital, die mit hohem Sonderaufwand einhergeht. Die Finanztochter soll in ihre Einzelteile zerlegt und fast komplett verkauft werden. In diesem Jahr plant der Konzern Erlöse aus diesen Verkäufen von etwa 100 Milliarden Dollar. Für Vermögenswerte im Wert von etwa 50 Milliarden Dollar wurden bereits Abnehmer gefunden.

Im Kerngeschäft lief es zuletzt aber besser als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz erhöhte sich um zwei Prozent auf 32,75 Milliarden Dollar. In der Industriesparte, auf die sich GE künftig konzentrieren will, lagen die Erlöse bei 26,9 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn kletterte hier um fünf Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Allerdings muss der Konzern wegen der niedrigen Ölpreise weiter Abstriche in der Öl- und Gassparte machen, dort sanken die Erträge um rund 15 Prozent. Wie Siemens setzt GE stark auf den Fracking-Boom.