IG Metall plant neue Warnstreiks im Norden

Hamburg. Mit Warnstreiks im gesamten Norden will die IG Metall Küste bei der nächsten Runde der Tarifverhandlungen ein Ergebnis erzwingen. Entweder gebe es bis Ende Februar einen Abschluss, oder die Gewerkschaft entscheide über Urabstimmung und Streik, heißt es in einer Resolution der großen Tarifkommission der IG Metall Küste, die am Montag in Hamburg beschlossen wurde. „Das Zeitfenster für eine Lösung am Verhandlungstisch schließt sich“, heißt es darin.

Bei einem bezirksweiten Aktionstag werde die IG Metall Küste am Donnerstag mit massiven Warnstreiks Druck für ihre Forderungen machen. Die IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall verhandeln eine Woche darauf über die Tarife für rund 140.000 Beschäftigte der Metallindustrie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordwest-Niedersachsen. Geplant sind Warnstreiks in allen fünf Bundesländern außer Hamburg. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld sowie neue Regeln für Bildungs- und Altersteilzeit. Die Arbeitgeber haben bislang 2,2 Prozent mehr geboten und darauf verwiesen, dass wegen der Null-Inflation damit eine klare Verbesserung der realen Einkommen der Arbeitnehmer verbunden wäre.