260 Millionen Euro für Wohnungsbau im Norden

Hamburg/Kiel. Die 74 Mitgliedsunternehmen des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen wollen in Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 260 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung investieren. Geplant sei der Baubeginn von 1000 Wohnungen, teilte der Verband am Dienstag mit. Schwerpunkte der Investitionen liegen in Kiel, Lübeck, Flensburg und dem Hamburger Umland.

„Schleswig-Holstein ist als Wohnstandort gefragt“, sagte Verbandsdirektor Joachim Wege. Vor allem in den Universitätsstädten und im Hamburger Speckgürtel setze sich die Belebung des Wohnungsbaus fort. Der Verband rief das Land und die Kommunen auf, den gerade wieder in Schwung gekommenen Wohnungsbau mit guten Rahmenbedingungen zu begleiten.

Das von Energieminister Robert Habeck (Grüne) angekündigte Landesklimaschutzgesetz könne Irritationen auslösen, weil schon die heutigen Dämmpflichten belasteten, sagte Wege. „Wenn jetzt über die schon grenzwertigen Bundesvorschriften hinaus zusätzliche Auflagen und Bürokratie drohen, werden Investitionsentscheidungen negativ beeinflusst.“ Es gebe bereits einen gut funktionierenden Klimapakt mit der Landesregierung.